"Über den Sinn dieser Reise gibt es Diskussionen. Das Ergebnis war natürlich ernüchternd. Aber man muss sagen, dass Nehammer auch keine großen Erwartungen geweckt hat. Es war den Versuch wert", sagt Maurer nun im Nachrichtenmagazin "profil".
Das bisherige grüne Verständnis von Gewaltfreiheit sieht Maurer nüchtern: "Der Pazifismus ist jedenfalls kein Konzept, das uns jetzt den Frieden sichert. Die Grund-Idee ist aber, wie bei so vielem, Utopien anzustreben. Möglichst alle Menschen sollen in Frieden leben können."
Zur Beurteilung der NATO eigne sich kein "Schwarz-Weiß-Schema", so Maurer. Man könne in der Geschichte der NATO "manche Dinge gut und manche schlecht finden". Die NATO sei "sicher nicht grundsätzlich ein Hort des Bösen".
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Verständnis zeigt die Klubobfrau im "profil" für die Warnung der Industriellenvereinigung vor den Folgen eines EU-Embargos auf russisches Gas: "Bei Sanktionen muss man auch an die Konsequenzen denken. Für Österreich hätte ein Gas-Embargo wohl fatale Folgen, daher kann ich die Industriellenvereinigung verstehen. Aber mittelfristig müssen wir aus Gas raus."