Streit um Wohnbau-Geld in NÖ

Grüne: Wohnbau-Millionen müssen beim Wohnen bleiben

Die Grünen üben harsche Kritik am Land NÖ und fordern: 300 Millionen Euro aus Wohnbau-Darlehen sollen nicht im allgemeinen Budget verschwinden.
Victoria Carina  Frühwirth
24.06.2026, 15:42
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In Niederösterreich kracht es wieder beim Thema Wohnen. Klubobfrau Helga Krismer (Die Grünen) übt scharfe Kritik am Verkauf von Wohnbauförderungsdarlehen durch das Land. Das Land gab Wohnbau-Darlehen mit einem Nennwert von 400 Millionen Euro ab – kassierte dafür aber nur 300 Millionen Euro.

"Auf Kosten nächster Generation"

Für Krismer ist klar: Dieses Geld dürfe nicht einfach ins Landesbudget wandern. "Wohnbauförderungsdarlehen sind kein Notgroschen, den man verschleudert, sobald das Budget unter Druck steht", wettert die Grünen-Politikerin.

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Ihr Vorwurf richtet sich direkt gegen VP-Finanzlandesrat Anton Kasser. Wenn die Mittel verkauft würden, um ein Defizit zu kaschieren, sei das "kurzfristiges Krisenmanagement auf Kosten der nächsten Generation", so Krismer.

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Geld soll an bedürftige, junge Familien gehen

Die Grünen fordern daher eine klare Zweckbindung. Die 300 Millionen Euro sollen wieder in die Wohnbauförderung fließen – konkret in leistbares Wohnen für junge Familien und in die Althaussanierung. Gerade dort sei das Geld dringend nötig, sagt Krismer.

Für die Klubobfrau steht fest: "Wenn schon verkauft wird, dann müssen die 300 Millionen Euro auch dort ankommen, wo sie wirken: bei Junges Wohnen für Familien, die sich derzeit kaum eine Wohnung leisten können, und bei der Förderung der Althaussanierung, die für Klimaschutz und Energieeffizienz entscheidend ist."

Sie führt aus: "Alles andere wäre ein Etikettenschwindel an den Wohnbauförderungsbeitragszahlerinnen und -zahlern."

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