Grün-weiße Daumendrücker: "Das ist mir noch nie passiert"

Bild: GEPA pictures/ Mario Kneisl
Andreas Ogris hat das Ruder bei der Wiener Austria übernommen. Die violette Legende soll als Interimscoach die Veilchen zurück in die Europacup-Rüänge führen. Sein Auftaktspiel bestreitet der 50-Jährige gleich beim amtierenden Meister in Salzburg. Dass dabei einige grün-weiße Fans dem Erzrivalen die Daumen drücken, entlockt Ogris ein Schmunzeln.
Andreas Ogris hat das Ruder bei der Wiener Austria übernommen. Die violette Legende soll als Interimscoach die Veilchen zurück in die Europacup-Ränge führen. Sein Auftaktspiel bestreitet der 50-Jährige gleich beim amtierenden Meister in Salzburg . Dass dabei einige grün-weiße Fans dem Erzrivalen die Daumen drücken, entlockt Ogris ein Schmunzeln. 

Von der Aufgabe her könnte es Einfachere geben. Beim Meister hat der Austria-Interimscoach aber nichts zu verlieren. Von seinem Team ist Ogris überzeugt: "Die letzten zehn Tage waren sehr, sehr positiv. Die Mannschaft war konzentriert und fokussiert. Wir werden gut vorbereitet nach Salzburg reisen." Gearbeitet musste an einigen Ecken werden: "Die Spieler haben in letzter Zeit viel drüberbekommen. Die Stimmung auch bei den Fans war nicht die Positivste. Aber wir mussten auch im taktischen Bereich und an der Fitness arbeiten." 

Dabei gab es in Einzelgesprächen viel aufzuarbeiten: "Wir haben einen Strich gezogen. Wir blicken in die Zukunft. Ich habe in einigen Trainingseinheiten den Fokus auf Spaß und Spiel gelegt. Und das hat ganz gut getan." Dass der erste Gegner der Meister ist, spielt für Ogris keine Rolle: "Das ist mir egal. In Wahrheit müssen wir jedes Spiel gut spielen. Wir müssen alles, was wir haben reinhauen. Es ist trotzdem eine Herausforderung für uns. Doch da ist die Chance da, dass wir uns Selbstvertrauen zurückholen." 

Bei Null begonnen

Für einige unter Ex-Coach Gerald Baumgartner aussortierte Spieler könnten bessere Zeiten am Verteilerkreis angebrochen sein. Ogris hat angekündigt, bei Null zu beginnen: "Ich habe klar gemacht, dass sich jeder über Trainingsleistungen für die Mannschaft qualifizieren kann." Der Austria-Coach bestätigte, dass sowohl Manuel Ortlechner als auch Florian Mader wieder im Kader stehen werden. Wer den Sprung in die Startformation geschafft hat, wird Ogris erst kurz vor Spielbeginn bekannt geben.

Das Match beim Tabellenführer will der neue Austria-Coach nicht bloß defensiv anlegen: "Es ist die Spielphilosophie der Austria, auch im Angriff tätig zu sein. Wir wollen unser Spiel einfließen lassen. Wir werden morgen zeigen, dass meine Mannschaft offensiv auftreten kann. Wir werden aus einer kompakten Abwehr die Aktionen in der Offensive suchen." Dabei hat Ogris durchaus Schwächen beim Meister erkannt: "Mit ihrem Pressing machen sie vielen Mannschaften Probleme. Darauf sind wir vorbereitet. Die Räume, die sich daraus ergeben, wollen wir nützen." 
Ogris als "Helfer" für Rapid?

Mit einem vollen Erfolg zum Einstand in Salzburg könnte die Wiener Austria mit dem neuen Cheftrainer Andreas Ogris das Titelrennen wieder spannend machen. Bei einem Erfolg des grün-weißen Erzrivalen wäre der Rückstand Rapids auf den Meister auf drei Punkte geschmolzen. Bisher hatte Ogris keine Rapid-Daumendrücker: "Das ist mir noch nie passiert", schmunzelnde der Austria-Coach. 

Großer Druck auf Hütter

Gegen die Austria müssen drei Punkte her. Noch-Sportdirektor Ralf Rangnick rief vor dem Duell mit den Wienern die "Woche der Wahrheit" aus. Gegen die Veilchen sollen genauso drei Punkte her wie eine Woche darauf gegen Verfolger Rapid. Dazwischen soll gegen Altach der Aufstieg ins Halbfinale des ÖFB-Cups gelingen. Drei Siege in neun Tagen sind gefordert. "Das ist eine ganz wichtige Woche für uns. Nach der Niederlage beim WAC, die wir so nicht auf dem Plan hatten, ist es enorm wichtig, das Heimspiel gegen die Austria zu gewinnen", stellte Rangnick klar. 

Der Sportdirektor sieht in den kommenden neun Tagen eine "Weichenstellung" für die nächsten Wochen. "Bullen"-Coach Adi Hütter ist nach der Kampfansage aus Favoriten gewarnt: "Für Ogris sind Beißen, Kratzen und Zwicken ganz wichtige Attribute. Deswegen müssen wir am Samstag konsequent dagegenhalten. Wir wollen zurück in die Erfolgsspur."
FC Red Bull Salzburg - FK Austria Wien, Samstag 16.00 Uhr ()

Red Bull Arena, Ouschan

Die möglichen Aufstellungen: 

Red Bull Salzburg: Gulasci - Ankersen, Ramalho, Hinteregger, Schmitz - Minamino, Ilsanker, Keita (Leitgeb), Sabitzer - Djuricin, Alan

Ausfälle: Schwegler (gesperrt), Vorsah, Ulmer, Bruno

Austria Wien: Lindner - De Paula (Koch), Stronati (Ortlechner) , Rotpuller, Suttner - Holland (Mader) - Meilinger, Grünwald, Holzhauser, Royer - Zulechner

Ausfälle: Shikov (gesperrt), Stryger Larsen, Ronivaldo, Gorgon
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