Sport

Grünwald-Appell an Politik: "Sind mehr als ein Verein"

Heute Redaktion
13.09.2021, 13:44

Am Donnerstag entscheidet sich die Zukunft des österreichischen Fußballs. In einer Liga-Hauptversammlung wird über die Fortsetzung der Meisterschaft beraten. Austria-Kapitän Alexander Grünwald hofft auf ein Einlenken der Politik.

Seit zwei Wochen läuft das Kleingruppen-Training bei den Veilchen. "Seit Tag eins nach dem Wiederbeginn läuft es millimetergenau und gemäß allen Vorschriften und Verordnungen ab. Es funktioniert, auch wenn alle ein Mannschaftstraining herbeisehnen", erzählte der violette Kapitän.

Wann es dieses erste gemeinsame Training geben wird, ist nicht klar. Genausowenig, wann und ob die Meisterschaft fortgesetzt werden kann. Dabei hat die Politik das letzte Wort. "Natürlich blickt man schon mit großer Sorge in die unmittelbare Zukunft", so der seit Kurzem 31-Jährige.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Das Gesundheitsministerium hatte bei einem positiven Corona-Test eine zweiwöchige Quarantäne der gesamten Mannschaft sowie des gegnerischen Teams verlangt. Das würde das Ende der Meisterschaft bedeuten.

Deshalb richtete Grünwald nun einen Appell an die Politik. "Wir sind viel mehr als nur ein Verein, der jeden Samstag zum Spielen rausgeht", so der Veilchen-Kapitän. "Der Sport im Allgemeinen, beziehungsweise der Fußball leisten mehr für die Gesellschaft, als da und dort vielleicht bewusst ist. Alleine was die Themen Gesundheit, Integration und Arbeitsplätze betreffen, passiert so viel. Der Fußball hat extreme Kraft."

"Wir erreichen viele Menschen und haben in den letzten eineinhalb Monaten jedes öffentliche Medium genutzt, um die Regierung zu unterstützen und die Leute zu animieren, zu Hause zu bleiben oder Maske zu tragen. Wir versuchen, die Menschen gesund und bei Laune zu halten", forderte Grünwald nun die Unterstützung der Politik.

"Es geht nicht nur um Spiele. Es geht um Vereine, Mitarbeiter, Existenzen, Menschen, die an Spieltagen ihrer Arbeit nachgehen können oder für die Spiele eine Abwechslung zum derzeit besorgniserregenden Alltag darstellen. Unsere Funktion kann für die Menschen in dieser Phase einen wertvollen Nutzen haben", ist der 31-Jährige überzeugt.



So könne Fußball auch eine Vorbildwirkung haben. "Wenn es im Sport klappt, kann das System bis auf Weiteres auch auf andere kulturelle Bereiche verstärkt umgemünzt werden."