Gudenus-Attacke: "Strache wusste von der Oligarchin"

Das Ibiza-Video kostete Strache und Gudenus ihre Karrieren.
Das Ibiza-Video kostete Strache und Gudenus ihre Karrieren.APA/SPIEGEL/SÜDDEUTSCHE ZEITUNG/HARALD SCHNEIDER
Die Auseinandersetzung zwischen Johann Gudenus und seinem früheren Chef Heinz-Christian Strache könnte zur Schlammschlacht werden.

Johann Gudenus agierte bekanntlich als Übersetzer für seinen früheren Parteichef Heinz Christian Strache und die angebliche Olicharchennichte im Ibiza-Video. Beide verloren ihre Posten, Strache spricht seitdem von einer "bsoffenen Gschicht". Er habe an einem einzigen Abend betrunken Blödsinn geredet. Dieser Version der Ereignisse widerspricht nun Gudenus.

"Strache war informiert"

Der ehemalige FPÖ-Klubobmann zur APA: "Ich denke, dass er unter anderem deshalb nicht darüber glücklich ist, dass das Ibiza-Video aufgetaucht ist, weil dann sein falsches Konstrukt, ich hätte an der Falle mitgewirkt, zusammenbricht, und auch er endlich einsehen und zugestehen müsste, dass wir beide in die Falle gelockt wurden." Laut Gudenus war Strache "von Anfang an über die angebliche Oligarchin informiert" und wurde "auf dem Laufenden gehalten".

Es ist eine Retourkutsche für Straches Kritik an Gudenus. Denn der Ex-Klubchef ist auf kürzlich veröffentlichten belastenden Screenshots beim mutmaßlichen Koks -Konsum im Wiener Luxushotel Sofitel zu sehen. Das Verfahren wurde eingestellt. "Schnee von gestern", so Gudenus. An dem Abend, an dem die heimlichen Fotos entstanden sein sollen, war auch Strache eingeladen. Aber für Treffen in Wien habe dieser keine Zeit gehabt, sagte Gudenus zur APA. Daher kam es kurz darauf zu jenem verhängnisvollen Abend auf Ibiza.

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