Wer auf Plattformen wie Amazon oder AliExpress nach E-Bikes sucht, stößt schnell auf verlockend günstige Angebote chinesischer Hersteller. Doch Experten warnen: Die Ersparnis beim Kauf kann sich später als teurer Fehler erweisen.
Das Problem zeigt sich, sobald etwas an der Elektronik streikt. Während bekannte Systeme von Bosch, Shimano oder Yamaha über ein dichtes Händlernetz verfügen, stehen lokale Werkstätten bei China-Bikes oft ratlos da.
Wie macwelt.de berichtet, erlebte ein Tester den Service-Alptraum am eigenen Leib: Nach einem Displaydefekt an seinem nicht einmal ein Jahr alten E-Bike begann eine wochenlange Odyssee mit dem Kundensupport.
Nach dem Einmotten über den Winter funktionierte die Akkuanzeige nicht mehr richtig, und die Anschiebehilfe streikte. Die lokale Fahrradwerkstatt winkte ab: Ohne direkten Herstellerkontakt sei eine Reparatur kaum möglich.
Also wandte sich der Betroffene per E-Mail an den Support. Nach automatisierten Fragerunden und insgesamt drei Wochen stand fest: Das Display ist defekt und muss ersetzt werden.
Doch das war erst der Anfang der Probleme. Weder lokal noch im europäischen Ausland waren passende Ersatzteile aufzutreiben. Die Lösung: Bestellung aus Übersee - mit einer Lieferzeit von ein bis zwei Monaten.
Selbst auf AliExpress fand sich kein passendes Ersatzteil, obwohl dort Hunderte verschiedene E-Bike-Komponenten angeboten werden.
Wer sich keine Gedanken um Wartung machen will, sollte laut dem Erfahrungsbericht bei bewährten Herstellern bleiben. Nur wer bereit ist, selbst Hand anzulegen und monatelange Wartezeiten in Kauf zu nehmen, kann bei China-E-Bikes sparen.