Seine erste Rede als König wurde für Haakon VIII. zu einem emotionalen Moment. Einen Tag nach dem Tod seines Vaters Harald V. wandte sich der neue norwegische Monarch am Samstagabend an die Bevölkerung. Während der Ansprache versagte ihm mehrmals die Stimme.
Haakon hatte den Thron unmittelbar mit dem Tod seines Vaters am Freitag übernommen. Über seine Pläne für die Regentschaft sprach er in seiner ersten öffentlichen Ansprache noch nicht. Stattdessen blickte er auf die bevorstehende Verantwortung: "Jetzt bin ich an der Reihe. Mich erwartet eine große Aufgabe."
Im Mittelpunkt der im Staatsfernsehen übertragenen Gedenkrede stand jedoch Harald V. Haakon erinnerte an seinen Vater und dessen Rolle innerhalb der Familie. "Du hast uns alle unterstützt und für uns gesorgt", sagte der neue König.
Auch als Haakon über Harald als Großvater, Ehemann und Familienmenschen sprach, wurde es emotional. "Du warst ein herzlicher und humorvoller Großvater, ein liebevoller und fürsorglicher Ehemann, ein großzügiger Schwiegervater. Ein Bruder und Onkel, mit dem jeder gerne zusammen war."
Der neue König richtete seinen Dank auch an die Bevölkerung, die nach Haralds Tod große Anteilnahme gezeigt hatte. "Es tröstet und stärkt uns, dass so viele Menschen mit uns trauern. Es war ergreifend und bewegend, den Palastplatz voller Menschen, Blumen und Lichter zu sehen. Vielen Dank."
Bereits am Freitag hatte Haakon die Regierungsmitglieder im Schloss empfangen. Am kommenden Dienstag um 13 Uhr soll er den vorgeschriebenen Eid auf die Verfassung ablegen. Die Zeremonie wird live im Fernsehen übertragen.
Eine Krönung von Haakon VIII. und Königin Mette-Marit wird es nicht geben. Das entsprechende Zeremoniell wurde in Norwegen bereits 1908 abgeschafft. Möglich ist allerdings eine Segnung der Regentschaft in der Kathedrale von Trondheim.