Unmittelbar vor dem letzten Grand Prix der Formel-1-Saison 2018 hat der Rennstall Haas einen Protest gegen die Boliden von Konkurrent Racing Point Force India eingebracht. Vertreter beider Rennställe müssen am Freitag vor dem ersten Training zu den Stewards.
Dabei dürfte es um eine millionenschwere Angelegenheit gehen. Haas sieht Racing Point seit der Übernahme des Force-India-Rennstalls durch den kanadischen Investor Lawrence Stroll als neuen Rennstall an, kann deshalb nicht nachvollziehen, warum dem Team das Antrittsgeld für die gesamte Formel-1-Saison in Höhe von 30 Millionen Euro zustehen soll.
Haas, das 2016 in die Motorsport-"Königsklasse" einstieg, musste dem Reglement entsprechend in den ersten beiden Jahren auf die Antrittsgelder verzichten. Selbst die FIA hatte Racing Point nach der Übernahme vor dem Ungarn-GP alle Punkte in der Konstrukteurs-Wertung gestrichen.
Der US-amerikanische Rennstall beanstandet im Konkreten die Boliden von Racing Point. Der "VJM11" wurde noch von Force India konstruiert. Durch die Übernahme der Investoren rund um Stroll wurden auch die Chassis übernommen. Doch mit Chassis anzutreten, die nicht selbst konstruiert wurden, widerspricht dem Reglement.
In der Weltmeisterschaft liegt Haas mit 90 Punkten auf dem fünften Platz, Racing Point hat als Siebter 48 Punkte auf dem Konto. (Heute Sport)