Falscher Atom-Alarm

Hacker greifen Warn-Apps in Ukraine und Russland an

Falsche Warnungen vor Atom- und Chemieangriffen sorgten in der Ukraine für Aufregung. Auch Russland meldet einen Hackerangriff auf seine Warn-App.
02.11.2026, 07:38
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Plötzlich warnte eine offizielle Anwendung vor einem nuklearen Angriff, chemischen Waffen und sogar Straßenkämpfen! In der Ukraine wurden über eine Warn-App für Luftangriffe am Sonntagabend mehrere Falschmeldungen verbreitet. Dahinter steckt laut ukrainischen Angaben ein Hackerangriff. Wenig später meldete auch Russland einen ähnlichen Vorfall.

Warnung vor Atomangriff und Straßenkämpfen

Die manipulierten Meldungen tauchten unter anderem in der ukrainischen Hauptstadt Kiew sowie in weiteren Regionen des Landes auf. Nutzer der offiziellen Luftalarm-App bekamen plötzlich Warnungen vor einem bevorstehenden Atom- und Chemieangriff angezeigt. Auch vor möglichen Straßenkämpfen wurde gewarnt.

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Damit nicht genug: Eine weitere Falschmeldung behauptete, Russland habe seine Hyperschallrakete vom Typ Oreschnik eingesetzt.

Die ukrainischen Luftstreitkräfte reagierten auf die ungewöhnlichen Meldungen und erklärten: "Die Luftalarm-App scheint unter feindlichen Einfluss geraten zu sein"

Warn-App vorübergehend abgeschaltet

Nach kurzer Zeit waren die falschen Alarmmeldungen wieder verschwunden. Das ukrainische Ministerium für digitale Transformation gab bekannt, dass die betroffene Anwendung vorübergehend nicht mehr verfügbar sei.

Für die Bevölkerung gab es allerdings eine wichtige Entwarnung: Die übrigen Warnsysteme sowie die Luftschutzsirenen waren von der Störung nicht betroffen und funktionierten weiterhin.

Auch Russland meldet Hackerangriff

Nur wenige Stunden später wurde ein ähnlicher Vorfall aus Russland bekannt. In der Nacht auf Montag berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf das russische Zivilschutzministerium über einen Cyberangriff auf die dortige Warn-App.

Auch in diesem Fall sollen Unbekannte Zugriff auf das System erlangt und falsche Informationen an die Bevölkerung verschickt haben. Wer hinter der Attacke steckt, ließ die russische Behörde offen. Angaben zu möglichen Verdächtigen wurden nicht gemacht.

Zeitweise war zudem die Webseite des russischen Ministeriums für Warnungen nicht erreichbar. Damit meldeten innerhalb weniger Stunden beide Kriegsparteien Cyberangriffe auf ihre Warnsysteme. Wer für die jeweiligen Attacken verantwortlich ist, blieb zunächst ungeklärt.

wil, 02.11.2026, 07:38