Wie die "Steirerkrone" berichtet, eskalierte die Situation kürzlich in einer Mehrmannzelle der Justizanstalt Graz-Karlau. Aus bislang ungeklärten Gründen soll ein 24-Jähriger seinen gleichaltrigen Zellengenossen mit einem Einwegrasierer attackiert haben. Der Angegriffene setzte sich mit Schlägen und Tritten zur Wehr und verletzte den mutmaßlichen Täter dabei ebenfalls schwer.
"Beide Beschuldigte werden daher auch als Opfer geführt", sagt Polizei-Sprecher Sabri Yorgun. Laut Christian Kroschl, Sprecher der Staatsanwaltschaft Graz, wird wegen versuchten Mordes und absichtlich schwerer Körperverletzung ermittelt.
Es ist bereits der zweite öffentlich bekannt gewordene Mordversuch binnen weniger Monate in der Grazer Karlau. Ende März hatte ein psychisch beeinträchtigter Insasse laut "Steirerkrone" mit einer Rasierklinge auf den Hals eines schlafenden Häftlings eingestochen. Andere Gefangene zerrten den Angreifer von seinem Opfer weg, der Verletzte wurde mit dem Notarzt ins Spital gebracht. Auch in diesem Fall laufen Ermittlungen.