Ein 22-Jähriger, in Wien geborener Österreicher, musste sich am Dienstag am Landesgericht Krems wegen des versuchten Mordes und Widerstands gegen die Staatsgewalt verantworten.
Der junge Mann hat bereits fünf einschlägige Vorstrafen in seiner Strafakte vorzuweisen, sitzt derzeit in der Justizanstalt Stein wegen krimineller Organisation und terroristischer Vereinigung in Haft.
Der Angeklagte soll am 19. Mai 2025 versucht haben, einen Justizwachebeamten mit einem Buttermesser mit "mindestens acht äußerst heftigen Stichen" im Kopf- und Oberkörperbereich zu attackieren, das Opfer wurde an der Hand verletzt. Eine Schnittwunde erlitt der Beamte unterhalb der rechten Augenbraue.
Am 11. Oktober 2025 soll der Häftling einen weiteren Justizwachebeamten – wieder mit einem Buttermesser – angegriffen haben. Nur die Schutzweste bewahrte den Beamten laut Anklage vor lebensgefährlichen Verletzungen.
Die Staatsanwaltschaft beantragte im Zuge des Prozesses auch die Unterbringung in einem forensisch-therapeutischen Zentrum.
Das Urteil fiel am späten Dienstagabend gegen 22 Uhr: Schuldspruch wegen versuchten Mordes und versuchten Widerstands gegen die Staatsgewalt – 18 Jahre unbedingte Haft plus Widerruf einer bedingten Strafnachsicht (12 Monate) sowie Einweisung in ein forensisch-therapeutisches Zentrum. Vom Vorwurf des Mordversuchs gegenüber einem Mithäftling wurde der Angeklagte freigesprochen. Das Urteil ist bereits rechtskräftig.