Häupl: "Koalition mit ÖVP-Sozialistenfressern sinnlos"

Michael Häupl
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Michael Häupl nahm zu den Ergebnissen der Wien-Wahl Stellung und erklärte, dass er eine Koalition mit der ÖVP für sinnlos halte.

Obwohl er sich eigentlich nicht einmischen will, gab Altbürgermeister Michael Häupl im "Ö1-Morgenjournal" ein Interview in alt-gewohnter Manier und nahm zu den Ergebnissen der Wien-Wahl Stellung. Und da war auch der ein oder andere aufsehenerregende Sager dabei.

Kein Befürworter einer großen Koalition

So übte er etwa heftige Kritik an der ÖVP. Bis 2010 galt er immer als Befürworter einer großen Koalition "zwischen einer christlich-sozialen ÖVP und einer sozialdemokratischen Partei", wie er betonte. Das sei er jetzt nicht mehr: "Wenn ich eine neoliberale türkise Truppe da hab, die noch dazu in einem hohen Ausmaß von einem Sozialistenfresser geleitet wird, wo soll da der Sinn einer entsprechenden Koalition sein?"

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Eine Koaltion mit den Neos wäre neu. Bei den Themen Bildung, Integration oder Transprenz werde es mit der SPÖ keine Hindernisse geben. "In wirtschaftlichen Fragen sehe ich aber keine Schnittmengen", so Häupl. Da hätten die Neos ein ganz anderes politisches Konzept. Vor allem Privatisierungen könnten heftige Debatten auslösen.

Häupl über Ibiza: "So doof kann kein Mensch sein"

Das grüne Kapitel ist für den Altbürgermeister noch nicht erledigt: "Man müsse das unabhängig von den Personen sehen." Es gebe aufgrund der Corona-Krise viele Herausforderungen zu bewältigen. Bildung und Armut hängen zusammen.

Als Häupl das Ibiza-Video zum ersten Mal sah, dachte er es sei ein Fake: "So doof kann kein Mensch sein. Ich bin dann falsifiziert worden."

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