Roman Hagara und Hans Peter Steinacher und ihr Team Red Bull Sailing waren am Sonntag in einen schweren Unfall bei der Extreme-Sailing-Regatte vor Qingdao verwickelt. Bei starkem Wind krachte ihr Boot am Finaltag mit dem von Alinghi zusammen. Alle Beteiligten kamen mit dem Schrecken davon.
Die Doppelolympiasieger wurden vor Qingdao regelrecht vom Winde verweht. "Uns hat direkt an der Startlinie eine Böe mit mindestens 30 Knoten erwischt", erklärte Hagara. "Wir haben noch alles versucht, um irgendwie die Kurve zu kratzen, doch die Böe hat das Boot hinten komplett aus dem Wasser gehoben. Wenn die Ruder in der Luft sind, ist man manövrierunfähig."
"Knall beim Aufprall war brutal"
Es kam zum Zusammenprall, bei dem auch anderen Teams der Atem stockte. "Wir haben den Crash aus der Nähe gesehen, waren hinter Roman. Der Knall beim Aufprall war brutal", schilderte Ben Ainslie vom Team J.P. Morgan BAR.
"Meine gesamt Crew war in dem Moment am anderen Rumpf und außerhalb vom Gefahrenbereich. So etwas kann bei diesen Windverhältnissen passieren", sagte Alinghi-Skipper Morgan Larson. Die Boote wurden beschädigt, für beide Teams war an ein Weiterfahren nicht mehr zu denken.
Alinghi trotzdem Sieger
Alinghi konnte aufgrund der nach dem Crash erhaltenen "Wiedergutmachung" - Alinghi kassierte für die ausgefallenen Rennen die Durchschnittspunkte der bisher ersegelten Ergebnisse - ohne Teilnahme an den letzten drei Rennen die Regatta gewinnen. Das Schweizer Syndikat liegt mit 178 Punkten vor Realteam (168) und Emirates New Zealand (160).
Red Bull Sailing beendete den Wettbewerb nach dem Malheur statt auf einem möglichen Podestplatz nur auf Platz neun (126 Punkte). Der beschädigte Katamaran wurde zur Reparatur nach St. Petersburg geschickt, vom 26. bis 29. Juni der nächste Stopp der Serie.