Meteorologe nennt die Uhrzeit

Hagel-Alarm für Wien – Radar zeigt die Superzelle

Eine heftige Gewitterlage zieht am Donnerstag über Österreich. Ab 17 Uhr drohen auch in Wien Sturm, Starkregen und Hagel.
Wetter Heute
20.08.2026, 12:43
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Jetzt wird es ernst: Auf den Radarbildern Österreichs ist über Südtirol schon die erste, gewaltige Gewitterzelle zu sehen, ein markanter Gewittertag steht bevor. Die UBIMET-Unwetterzentrale warnt vor kräftigen Gewittern mit Starkregen, Sturmböen und Hagel. Eine Radar-Animation zeigt eindrucksvoll, wie sich die Unwetter aus dem Süden in Richtung Alpenraum ausbreiten.

Besonders brisant: Die feucht-warmen und labilen Luftmassen, die zuvor im Mittelmeerraum für schwere Unwetter gesorgt haben, erreichen im Tagesverlauf auch Österreich. Damit steigt die Gefahr für heftige Gewitter deutlich an. Besondere Vorsicht sollte auch beim am Donnerstag startenden Frequency Festival geboten sein.

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Ab 16 Uhr geht es in Wien los

Auch Wien dürfte am Donnerstag nicht verschont bleiben. Ein UBIMET-Meteorologe erklärt gegenüber "Heute", dass es in der Bundeshauptstadt gegen 16 Uhr mit ersten Gewittern losgehen dürfte.

Besonders heikel wird es dann zwischen 17 und 18 Uhr. In diesem Zeitraum ist laut dem Experten mit Sturm, Starkregen und auch Hagel zu rechnen. Wo genau die stärksten Gewitter niedergehen, lässt sich aufgrund der kleinräumigen Entwicklung allerdings nicht exakt vorhersagen.

Extrem-Unwetter über dem Mittelmeer

Auslöser der brisanten Wetterlage sind sehr feuchte und aufgeheizte Luftmassen aus dem Mittelmeerraum. Bereits seit Mittwoch warnen Wetterexperten vor schweren Gewittern zwischen Spanien, Frankreich, Italien und Kroatien.

Dort sind neben extremem Starkregen auch großer Hagel und Orkanböen möglich. In besonders heftigen Gewitterzellen können sich sogar Wasserhosen oder Tornados bilden.

In Norditalien entlud sich die feuchte Luft bereits am Donnerstagvormittag. Immer wieder bildeten sich dort kräftige Gewitterzellen. Mit einer Südwestströmung wird diese instabile Luft nun weiter in Richtung Alpen transportiert.

126 Liter Regen in wenigen Stunden

Wie viel Wasser in den Gewittern steckt, zeigte sich bereits in Ligurien. In Chiavari wurden laut italienischen Wetterberichten seit den frühen Morgenstunden 126 Millimeter Niederschlag gemessen. Das entspricht 126 Litern Regen pro Quadratmeter. Überschwemmungen waren die Folge, berichtet die "Tiroler Tageszeitung".

Auch im Großraum Mailand wurde wegen der Unwettergefahr Alarm geschlagen. Parks wurden geschlossen, die Bevölkerung dazu aufgerufen, baumbestandene Bereiche zu meiden und lose Gegenstände auf Balkonen zu sichern.

Auch Tirol bekommt die instabile Luft zu spüren. Ab dem Nachmittag sind dort punktuell heftige Gewitter, Sturmböen und Hagel möglich. Lokal können große Regenmengen in kurzer Zeit niedergehen. Damit steigt auch die Gefahr von überfluteten Straßen, Kellern und kleineren Muren.

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