Was an Spruch dran ist

"Ist der August..." – Bauernregel sagt, wie Winter wird

"... recht heiß und trocken, kriegt der Winter nasse Socken." Lässt sich aus dem August-Wetter tatsächlich schon etwas über den Winter herauslesen?
Wetter Heute
20.08.2026, 08:02
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Heiße Tage, trockene Phasen und dann wieder heftige Gewitter: Der August zeigt sich heuer vielerorts wechselhaft.

Eine alte Bauernregel stellt dabei eine spannende Verbindung zum Winter her. Doch was ist an dem Spruch tatsächlich dran?

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"Ist der August recht heiß und trocken, kriegt der Winter nasse Socken." Der Spruch klingt zunächst nach einer klaren Wetterprognose: Ist der August besonders heiß und trocken, soll anschließend ein Winter mit viel Niederschlag folgen. Je nach Temperatur würde dieser Niederschlag dann als Regen oder Schnee fallen.

Gerade nach längeren Hitzeperioden stellt sich deshalb die Frage, ob sich aus dem August tatsächlich schon etwas über die kommenden Wintermonate herauslesen lässt. Schließlich haben Bauernregeln ihren Ursprung in einer Zeit, in der Menschen sehr genau auf wiederkehrende Wetterlagen achten mussten. Eine wissenschaftlich verlässliche Langzeitprognose ersetzen sie allerdings nicht.

Jörg Riemann von der Wettermanufaktur hat sich die Regel genauer angesehen. Sein Ergebnis fällt ernüchternd aus: Einen verlässlichen Zusammenhang zwischen einem heißen, trockenen August und einem niederschlagsreichen Winter gibt es nicht.

Interessanter wird es allerdings beim Februar. Laut Riemann lässt sich anhand der ausgewerteten Klimadaten zumindest bei der Temperatur ein Zusammenhang erkennen. "Nach einem überdurchschnittlich warmen August, also heiß und trocken, folgt nach der Klimadatenreihe mit einer Wahrscheinlichkeit von 73 Prozent ein zu milder Februar", so der Wetterexperte zu "myHOMEBOOK".

Das bedeutet aber ausdrücklich nicht, dass nach einem heißen August mit 73-prozentiger Wahrscheinlichkeit ein nasser Winter folgt. Die 73 Prozent beziehen sich auf einen zu milden Februar, also auf die Temperatur und nicht auf die Niederschlagsmenge.

Jetzt kommt noch einmal die Hitze

Unabhängig von der alten Bauernregel steht zunächst das aktuelle Wetter im Mittelpunkt. Nach den vorliegenden Prognosen steht Österreich noch einmal eine markante Hitzephase bevor. Für Donnerstag werden in Wien Temperaturen von bis zu 36 Grad erwartet. Gleichzeitig steigt die Gefahr für Gewitter und lokal heftige Unwetter.

Morgen, am Donnerstag, geht es zunächst vor allem an der Alpennordseite mit dichteren Wolken und einzelnen Regenschauern los. Diese können sich vorübergehend auch in Richtung Nordosten ausbreiten. Inneralpin und im Süden zeigt sich zunächst häufiger die Sonne. Ab Mittag nimmt die Gewittergefahr jedoch in vielen Landesteilen deutlich zu. Lokal können die Gewitter auch heftig ausfallen. Im Südosten bleibt es stellenweise bis zum Abend trocken.

Auch der Freitag bringt noch keine durchgehend stabile Wetterlage. Regional beginnt der Tag mit Regen oder gewittrigen Schauern. Am Vormittag können diese vorübergehend nachlassen, danach werden neuerlich verbreitet Gewitter erwartet. Dabei besteht lokal Unwettergefahr. Die größten Chancen auf längere sonnige Phasen gibt es laut Prognose in der Südoststeiermark und im Burgenland.

Am Wochenende wird es ruhiger

Nach den turbulenteren Tagen zeichnet sich für das Wochenende eine Beruhigung ab. Am Samstag lockern die anfangs vielfach noch dichten Wolken im Laufe des Vormittags auf. Besonders im Flachland kann sich dann wieder häufiger die Sonne zeigen.

Im Bergland entstehen zwar rasch neue Quellwolken, größere Gewitteraktivität wird aber nur in bestimmten Regionen erwartet. Von der Silvretta über die Tauern bis zu den Karnischen Alpen sind einzelne Schauer oder Gewitter möglich.

Für die Gartenbesitzer bringt die Kombination aus Hitze und heftigen Regengüssen unterdessen ihre eigenen Probleme. Nach längeren trockenen Phasen kann der Boden stark austrocknen. Kommt anschließend in kurzer Zeit sehr viel Regen, kann das Wasser schlechter aufgenommen werden und teilweise oberflächlich abfließen.

Wer Pflanzen durch die heißen Tage bringen möchte, sollte deshalb nicht nur auf einzelne kräftige Regenschauer warten. Regelmäßiges und gründliches Gießen hilft dabei, die Feuchtigkeit auch in tieferen Bodenschichten zu halten. Eine Mulchschicht kann zusätzlich verhindern, dass Wasser aus dem Boden zu schnell verdunstet.

{title && {title} } red, {title && {title} } 20.08.2026, 08:02