Damit hatte das Personal des IGESA Village Club Les Sorbiers im französischen Mont-Louis wohl nicht gerechnet. Innerhalb weniger Minuten standen am Montag rund 180 völlig durchnässte Radprofis vor der Tür.
Das Hotel hatte während des heftigen Hagelsturms bei der Vuelta spontan seine Türen für das Peloton geöffnet. Mitarbeiter verteilten Handtücher, warme Getränke und Essen. Jetzt bekommt das Haus die Rechnung für seine Hilfsbereitschaft präsentiert – allerdings im positiven Sinn.
Im Internet hagelt es Fünf-Sterne-Bewertungen.
"Perfekte Unterkunft in Hagelstürmen", schrieb der norwegische Rad-Star Tobias Halland Johannessen bei Google. Besonders beeindruckt war er davon, dass bereits zwei Minuten nach der unangekündigten Ankunft von rund 180 Radfahrern Handtücher bereitstanden. Sein Urteil: Das Hotel verdiene jeden Stern, den es bekommen könne.
Auch Tudor-Profi Roland Thalmann schwärmte vom "freundlichsten Hotel", das er je gesehen habe. Das Team Picnic PostNL lobte den herzlichen Empfang und das freundliche Personal.
Lidl-Trek-Profi Julien Bernard rief Radsport-Fans sogar dazu auf, dem Hotel fünf Sterne zu geben. "Sie brachten uns Handtücher, Tee und Obst. Vielen Dank an das gesamte Team", schrieb der Franzose.
Die Fans ließen sich nicht zweimal bitten. Seither wird das Google-Profil des Hotels mit positiven und teilweise kuriosen Bewertungen überschwemmt. Ein Nutzer lobte etwa die "tolle Fahrradausstellung".
Aus dem unfreiwilligen Notquartier für das Vuelta-Peloton ist damit über Nacht ein kleiner Internet-Star geworden.
Felix Gall musste den ersten Angriff in den Bergen verschieben. Am Dienstag startet der Decathlon-Profi den zweiten Angriff auf der vierten Etappe in Andorra.