Eigens für Rundfahrt engagiert

Sexistische Äußerungen: Influencerin sorgt für Skandal

Bei der Vuelta sorgt ausgerechnet eine von den Veranstaltern engagierte Influencerin für Wirbel.
Sport Heute
25.08.2026, 10:59
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Bei der Vuelta a España sorgt ausgerechnet eine von den Veranstaltern engagierte Influencerin für Wirbel. Social-Media-Star Erola Jons sollte mit ihren Millionen Followern vor allem ein jüngeres Publikum für die Spanien-Rundfahrt begeistern. Nach mehreren umstrittenen Auftritten schritten die Organisatoren nun jedoch ein.

Jons, die auf TikTok knapp drei Millionen und auf Instagram mehr als 3,2 Millionen Follower hat, erhielt für ihre Arbeit sogar Zugang zu Bereichen, die für Journalisten normalerweise tabu sind. Ihre Art der Berichterstattung sorgte allerdings schnell für Kritik.

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Die Spanierin kommentierte wiederholt das Aussehen der Radprofis und machte anzügliche Bemerkungen. Besonders ein Video mit Tadej Pogacar nach dem Zeitfahren in Monaco ging viral. "Pogachita, warum hyperventilierst du jedes Mal, wenn du mich siehst?", fragte Jons den Slowenen. Der reagierte verdutzt und antwortete trocken: "Ich atme jeden Tag."

Auch mit weiteren Aussagen sorgte die Influencerin für Aufsehen. "Ich finde das nicht normal, das sollte verboten sein. So viel Schönheit hier. Mir wird richtig heiß bei so viel eng anliegendem Lycra", sagte sie über die Fahrer.

Nach der anhaltenden Kritik reagierten die Vuelta-Veranstalter. Laut der spanischen "Marca" darf Jons künftig nur noch eingeschränkt zu den Fahrern und Teambussen. Zudem wurde sie aufgefordert, ihr Verhalten dem Niveau eines Radrennens auf höchster Ebene anzupassen.

Komplett trennen wollen sich die Organisatoren von der Influencerin allerdings nicht. Sie sind weiterhin davon überzeugt, dass Jons mit ihrer großen Reichweite junge Menschen für den Radsport begeistern kann.

Deutliche Kritik kommt hingegen von der spanischen Journalistin Laura Meseguer. Sie schrieb in einer Kolumne für "El País", dass ein solches Auftreten die Arbeit von Frauen in dem von Männern dominierten Radsport um Jahre zurückwerfen könne.

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