Am Samstagmorgen waren mehrere Freunde mit einem Boot aufs offene Meer vor der Westküste Australiens hinausgefahren. Sie ankerten am Horseshoe Reef nahe der beliebten Urlaubsinsel Rottnest vor Perth, um gemeinsam zu speerfischen. Für Steven M. (38) sollte dieser Ausflug sein letzter sein.
Der Familienvater tauchte direkt unter der Wasseroberfläche, nur etwa zwanzig Meter vom Boot entfernt. Plötzlich griff ihn ein riesiger Weißer Hai an - das Tier war schätzungsweise fünf Meter lang.
Der Raubfisch biss dem Speerfischer in beide Unterschenkel und ließ dann von ihm ab, wie bild.de unter Berufung auf den australischen Sender "9News" berichtet. Seine Begleiter blieben bei dem Angriff äußerlich unverletzt.
Stevens Freunde reagierten sofort. Sie zogen den Schwerverletzten ins Boot und versorgten die stark blutenden Wunden. Gleichzeitig alarmierten sie die Rettungskräfte und rasten zur Anlegestelle im Ort Geordie Bay zurück.
Trotz der Ersten Hilfe durch seine Begleiter und der Wiederbelebungsversuche durch Notärzte an Land konnte der 38-Jährige nicht mehr gerettet werden. Er verblutete vor den Augen seiner Freunde. Steven hinterlässt seine Ehefrau Shirene (33) und zwei kleine Kinder.
"Er war ungemein loyal, unendlich großzügig und der Typ Mann, der einem sein letztes Hemd geben würde", sagte seine Witwe in einer emotionalen Erklärung.
Die Behörden bestätigten später, dass etwa 80 Meter vor der Küste ein fünf Meter langer Weißer Hai gesichtet wurde. Die Strände der Insel Rottnest blieben nach dem Todesfall dennoch geöffnet. Experten betonen, dass das allgemeine Risiko für Schwimmer und Surfer weiterhin gering sei.
Australien verzeichnete 2025 weltweit die höchste Anzahl tödlicher Hai-Angriffe. In australischen Gewässern kamen fünf Menschen dabei ums Leben. Weiße Haie wurden mit mehreren dieser Vorfälle in Verbindung gebracht.