Reisen

Bis zu 16 Stunden Wartezeit – Stau-Chaos nach Kroatien

Der Schengen-Beitritt Kroatiens sorgte zum Ferienende am Balkan für ein enormes Verkehrschaos. Autofahrer standen bis zu 16 Stunden im Grenz-Stau.

Roman Palman
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    An der neuen Schengengrenze Kroatiens zu Serbien und Bosnien-Herzegowina kam es am Montag bei der Einreise zu <a target="_blank" data-li-document-ref="100248201" href="https://www.heute.at/g/-100248201">Staus und langen Wartezeiten</a>.
    An der neuen Schengengrenze Kroatiens zu Serbien und Bosnien-Herzegowina kam es am Montag bei der Einreise zu Staus und langen Wartezeiten.
    Screenshot HAK

    Das neue Jahr brachte Kroatien nicht nur den Euro sondern auch die Mitgliedschaft im Schengenraum. Während sich Kroatien also Richtung Mitteleuropa weiter geöffnet hat, ist zu den Nachbarn Serbien, Montenegro und Bosnien und Herzegowina eine neue Außengrenze entstanden. Das sorgt nun unter Pendlern und Urlaubsrückkehrern am Balkan für Frust. 

    Bis zu 16 Stunden Wartezeit

    Wer vom Balkan aus nach Kroatien einreisen möchte, brauchte zum Ferienende viel Geduld. Kilometerlange Staus und stundenlange Wartezeiten dominierten das Verkehrserlebnis an der Schengengrenze. Am Wochenende wurden gar elf Stunden Verzögerungen an einigen stark frequentieren Grenzübergängen gemeldet. 

    Wie die "Kleine Zeitung" berichtet, fühlen sich viele Einreisende vom kroatischen Automobilclub HAK im Stich gelassen, beklagen dessen mangelndes Informationsangebot.

    "Wir haben uns vor Reiseantritt informiert, angekündigt waren bis zu zwei Stunden Wartezeit. Tatsächlich standen wir am Sonntag zehneinhalb Stunden am Grenzübergang Bajakovo", schildert eine entnervte Frau gegenüber dem kroatischen Nachrichtenportal "24sata" die krasse Situation an der kroatisch-serbischen Grenze: "Wir haben noch in Serbien Getränke und Čvarak [Grammeln, Anm.] eingekauft, also sind wir zumindest nicht verhungert".

    "Sechzehn Stunden Warten, eine Katastrophe ohne Wasser, ohne Essen. Wie kann Kroatien auf diese Weise nach Europa kommen?", wird ein kroatischer Autofahrer durch "Euronews" (siehe Video oben) zitiert.

    Ivan Ribicic, Direktor eine Mautstelle bei Zagreb, erklärte gegenüber "Euronews" den Ansturm so: "Der Schengen-Beitritt ist mit dem Ende der Ferien zusammengefallen. Sowohl diejenigen das katholische, als auch die, die das orthodoxe Weihnachten feiern, kehren jetzt zurück. Das erklärt, warum es so voll ist an den Grenzen."

    Weiter Staus am Montag

    Montagnachmittag zeigten die Kameras des HAK (siehe Bildstrecke oben) eine Entspannung. Doch besonders in Bajakovo und der daneben gelegenen Gemeinde Tovarnik auf der Autobahn-Route Zagreb-Belgrad staute es weiter. Laut dem kroatischen Automobilclub betrug die Wartezeit gegen 15.30 Uhr je rund 30 Minuten bei der Einreise ins Schengengebiet.

    Auch von Bosnien und Herzegowina kommend staute es weiter in geringem Maß. Ein Blechlawine war Montagnachmittag etwa am Grenzübergang Maljevac zu beobachten.

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