In der Formel 1 könnte sich eine Wachablöse anbahnen. Ausgerechnet bei Ferrari, wo Lewis Hamilton 2025 seine neue Ära einläuten wollte, steht der siebenfache Weltmeister nach einer enttäuschenden Saison in der Kritik.
Beim Großen Preis von Brasilien blieb Hamilton erneut ohne Punkte, beide Ferraris schieden aus. Der Brite zeigte sich zwar kämpferisch: "Ich habe einen ziemlich langen Vertrag", betonte er trotzig. Doch die Realität spricht gegen ihn: kein Podestplatz, kein Sieg, keine Tendenz nach oben.
Ex-Pilot Ralf Schumacher sieht die Zukunft der Scuderia längst woanders. Im Sky-Podcast "Backstage Boxengasse" warf der 49-Jährige einen brisanten Gedanken in den Raum: "Ferrari hat mit Oliver Bearman einen jungen Fahrer, der mit dem Haas Wunderdinge macht. Und der kostet einen Bruchteil von Lewis Hamilton."
Der 20-jährige Brite gilt als eines der größten Talente der Königsklasse. Er stammt aus der Ferrari Driver Academy, feierte 2024 sogar sein Formel-1-Debüt im roten Boliden – und überzeugte auf Anhieb.
Schumacher sieht in Bearman die deutlich günstigere und langfristigere Lösung. Hamiltons Vertrag bei Ferrari läuft zwar bis 2027, doch der Deutsche hält ein frühes Aus für denkbar: "Man könnte ihn auszahlen – Ferrari hat das früher schon gemacht."
Tatsächlich: 2009 erhielt Kimi Räikkönen eine Millionen-Abfindung, um 2010 Platz für Fernando Alonso zu machen.
Auch intern wächst der Druck. Ferrari-Präsident John Elkann fand zuletzt deutliche Worte: "Unsere Mechaniker und Ingenieure haben ihren Job gemacht – der Rest war nicht auf demselben Niveau. Sie sollten mehr fahren und weniger reden."
Eine öffentliche Ohrfeige für Hamilton und Teamkollege Charles Leclerc – und ein weiteres Zeichen dafür, dass die Luft dünner wird.
Noch ist es nur ein Gedankenspiel. Doch im Fahrerlager heißt es längst, Ferrari prüfe alle Optionen. Sollte Hamilton weiter schwächeln, könnte Bearman schon bald zur neuen roten Zukunftshoffnung werden.