Die Pannenserie von Mercedes setzte sich auch am zweiten Tag der Formel-1-Tests in Jerez fort. Lewis Hamilton flog wegen eines Bremsdefekts von der Strecke. Die Bestzeit fuhr Lotus-Pilot Romain Grosjean.
Mercedes ist bislang nicht vom Glück verfolgt. Am Dienstag musste Nico Rosberg schon nach 14 Runden seinen "Silberpfeil" wegen eines defekten Kabelbaums abstellen. Lewis Hamilton kam bei seinem Debüt im Mercedes nur eine Runde weiter. Als vor einer schnellen Kurve die Hinterradbremsen versagten, schlitterte der Brite von der Piste und touchierte den Reifenstapel. "Ein Fehler in der Hydraulik", erklärte Motorsportchef Toto Wolff.
Da die Reparaturen bis am Nachmittag nicht abgeschlossen werden konnten, steht Mercedes nach zwei Tagen bei nur 128 Testkilometern. Zum Vergleich: Mark Webber spulte in derselben Zeit im Red Bull rund 740 Kilometer ab. Da die Testtage knapp sind (nur noch zehn bleiben bis zum Saisonstart) könnte sich dies noch als Nachteil entpuppten. Immerhin kann Mercedes aber bei den Rundenzeiten mit der Spitze mithalten.
Ausdauertest bei Red Bull
Sonst kam es am Mittwoch kaum zu gröberen Zwischenfällen. Grosjean hinterließ mit dem neuen Lotus abermals einen starken Eindruck, diesmal reichte es zur Tagesbestzeit. Webber war mit 101 Runden der fleißigste Pilot. Die "Bullen" testeten vor allem die Zuverlässigkeit des neuen RB9, weshalb die viertschnellste Zeit nur wenig Aufschluss über das wahre Leistungsvermögen abgibt.
Wie im Vorjahr hinkt Ferrari bislang bei den Tests hinterher, wenngleich auch nicht so dramatisch wie 2012. In der Boxengasse wird gemunkelt, dass der F138 zu schnell überhitzt. Felipe Massa fehlten am Ende der Session rund 0,7 Sekunden auf Grosjean.
Die Bestzeiten vom Mittwoch:
1. Romain Grosjean (FRA) Lotus 1.18,218 Min. (94 Runden)
2. Paul di Resta (GBR) Force India 1:19,003 (95)
3. Daniel Ricciardo (AUS) Toro Rosso 1:19,134 (83)
4. Mark Webber (AUS) Red Bull 1:19,338 (101)
5. Nico Hülkenberg (GER) Sauber 1:19,502 (99)
6. Lewis Hamilton (GBR) Mercedes 1:19,519 (15)
7. Sergio Perez (MEX) McLaren 1:19,572 (81)
8. Felipe Massa (BRA) Ferrari 1:19,914 (78)
9. Pastor Maldonado (VEN) 1:20,693 (71)
10. James Rossiter (GBR) Force India 1:21,273 (19)
11. Giedo van der Garde (NED) Caterham 1:21,311 (88)
12. Luiz Razia (ESP) Marussia 1:23.537 (31)