Die Fußballwelt blickte am Freitag nach Kiew. Dort ging die Auslosung für die EM 2012 in Polen und der Ukraine über die Bühne. Die vier zusammengelosten Gruppen bieten einiges an Spannung. Neben einer vermeintlich leichten Gruppe mit Polen, Griechenland, Russland und Tschechien wartet auch eine "Todesgruppe" mit Niederlande, Dänemark, Deutschland und Portugal.
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19.00 Uhr: Wir verabschieden uns mit einem Ausblick auf die Kracher der Euro 2012: In der vermeintlich leichtesten Gruppe A könnte Russland aufzeigen und der Überraschungs-Europameister Griechenland an alte Erfolge anknüpfen. Eine wahre Todesgruppe ist die Gruppe B: Niederlande, Dänemark, Deutschland und Portugal treffen aufeinander - keine leichte Aufgabe für die Deutschen, die in der Qualifikation zehn Siege in zehn Spielen verzeichneten. In Gruppe C scheinen alle Spanien jagen zu müssen. Ausgeglichen ist die Gruppe D: Die Ukraine und Schweden sind nicht zu unterschätzen, Frankreich könnte wieder einmal Erfolge verbuchen und England sich zum ersten EM-Titel kämpfen.
18.56 Uhr: Das war es mit der Auslosung. Die Begegnungen versprechen einiges an Spannung. Hier die Gruppen zur Übersicht:
Gruppe A: Polen, Griechenland, Russland, Tschechien
Gruppe B: Niederlande, Dänemark, Deutschland, Portugal
Gruppe C: Spanien, Italien, Irland, Kroatien
Gruppe D: Ukraine, Schweden, Frankreich, England
18.52 Uhr: Russland erwischt es gut, sie kommen zu Polen, Tschechien und Griechenland in Gruppe A. Nun ist die Spannung spürbar, wenn es um Gruppe B geht. Mit den Niederlanden, Dänemark und Portugal muss sich Deutschland anlegen. Das dürfte der DFB-Elf nicht schmecken. In Gruppe C vervollständigt Italien mit Spanien, Irland und Kroatien die Gruppe. Spannend: Der Italiener Giovanni Trapattoni trifft als Trainer von Irland auf die Italiener. Bleibt noch England für Gruppe D mit Schweden, Ukraine und Frankreich - da könnte es doch mit dem ersten EM-Titel für England etwas werden.
18.50 Uhr: Jetzt werden die letzten vier Mannschaften zittern: Auf wen wartet die Horrorgruppe B? Der zweite Topf mit Deutschland, Italien, England und Russland wartet auf die Auslosung.
18.46 Uhr: Wieder Gruppe A: Wer kommt zu Polen und Tschechien? Griechenland wird gezogen, der Eurpameister von 2004. Auf den Letzten der Gruppe wartet eine schaffbare Aufgabe in dieser Gruppe. Niederlande und Dänemark werden durch Portugal ergänzt - was für eine Krachergruppe. In Gruppe C wandert Kroatien zu Spanien und Irland. Bleibt noch Schweden für die Gruppe D mit der Ukraine und Frankreich.
18.43 Uhr: Die Gruppe A wird nach der Losziehung von Zidane von Tschechien verstärkt. Wer gesellt sich zu den Niederlanden in Gruppe B? Es ist Dänemark. Damit steigt schon am zweiten Tag der Euro der Kracher Niederlande gegen Dänemark. Spanien kann aufatmen, Irland und nicht Frankreich wird in Gruppe C gelost - ein vergleichbar leichter Gegner. In Gruppe D bekommt die Ukraine von Frankreich Besuch.
18.41 Uhr: Marco van Basten und Zinedine Zidane werden bei der Auslosung assistieren. Die Niederlande werden von van Basten gezogen, sie sind in Gruppe B. Gruppe C nimmt Spanien ein. Ukraine ist in Gruppe D, Polen in Gruppe A.
18.39 Uhr: Es wird jeweils eine Mannschaft nach der anderen abwechselnd aus den Töpfen gezogen. Die dazu gezogene Zahl positioniert die Mannschaft dann in der Gruppe. Genug Theorie, es geht zur Auslosung.
18.38 Uhr: Noch einmal die Töpfe zur Übersicht:
Topf 1 - Polen, Ukraine, Spanien, Niederlande
Topf 2 - Deutschland, Italien, England, Russland
Topf 3 - Kroatien, Griechenland, Portugal, Schweden
Topf 4 - Dänemark, Frankreich, Tschechien, Irland
18.35 Uhr: Auslosungs-"Legende" Gianni Infantino kommt auf die Bühne, um die Auslosung zu überwachen. Vorher gibt es ein Gedenken an Gary Speed, der sich das Leben nahm. Die Auslosung wird ihm gewidmet. Dann wird das Prozedere der Auslosung erklärt. Das Uefa-Nationalteamranking war ausschlaggebend für die Topfeinteilung - außen vor waren die Gastgeber Ukraine und Polen.
18.32 Uhr: Uefa-Präsident Michel Platini bringt den Euro-Pokal auf die Bühne. Erst gibt es noch ein Dankeschön für die Sport-Helden der Vergangenheit. Dann werden die Teilnehmer vorgestellt, angeführt von den Gastgebern Polen und Ukraine. Alle bisherigen Europameister sind dabei bei der kommenden Euro 2012 dabei.
18.30 Uhr: Doch noch etwas fehlt: Der Pokal für den Sieger. Mit schönen Szenen von der letzten Euro 2008 in Österreich und der Schweiz kommen auch wir zu unseren Ehren.
18.27 Uhr: "Etwas fehlt noch", meinen die Moderatoren und lassen den offiziellen Spielball auf die Bühne bringen und vorstellen. Serhij Bubka bringt den Matchball "Tango 12" auf die Bühne. "Ich hoffe, dass dieser Ball viel Erfolg bringt", erklärt der ehemalige Stabhochspringer, der weiterhin Weltrekord hält, und Vorsitzender des Olympischen Komitees.
18.26 Uhr: Joan Capdevilla: "Wir haben momentan eine starke Mannschaft, wir wollen natürlich 2012 auch den Titel holen."
18.25 Uhr: Zinedine Zidane: "Man spielt gegen die Stärksten der Welt, 16 großartige Mannschaften hier."
18.23 Uhr: Die Legenden werden befragt. Viktor Ponedelnik: "Ich bin sehr stolz, dass die Euro nun in die Ukraine und nach Polen gekommen ist. 2018 gibt es bei uns in Russland die Weltmeisterschaft"
18.18 Uhr: Fußball-Legenden werden begrüßt: Die Europameister der Vergangenheit kommen auf die Bühne. Unter ihnen Luis Suarez, Paul Breitner oder Marco van Basten, Oliver Bierhoff, Zinedine Zidane, Antonios Nikopolidis und Joan Capdevila.
18.15 Uhr: Während dem Auftritt der Sängerin wird ein Detail zur Euro bekannt: Die Ukraine stand knapp davor, die Gastgeberrolle für die EURO 2012 größtenteils zu verlieren. Dies verriet Grigorij Surkis, der Präsident des ukrainischen Fußballverbandes, vor der Auslosung. Politische und wirtschaftliche Probleme hatten die Europäische Fußball-Union (UEFA) lange Zeit an den Osteuropäern zweifeln lassen. Wie Surkis verriet, hätten die Verantwortlichen aber genug Geduld aufgebracht.
18.13 Uhr: Der nächste Act tritt auf: Die ukrainische Sängerin Jamala gibt einen Hit im sonnengelben Minikleid mit passenden Schuhen zum Besten.
18.10 Uhr: 31 Spiele in je vier ukrainischen und polnischen Städten werden stattfinden. Die Austragungsstätten werden vorgestellt: In Warschau findet das Eröffnungsspiel statt, weitere Stätten sind Breslau, Danzig, Posen und auf ukrainischer Seite Lemberg, Kharkiv, Donetsk und Kiew.
18.07 Uhr: Viktor Yanukovych, der Präsident der Ukraine, ergreift das Wort - und hält sich gleich mal nicht an das Protokoll. Er begrüßt erstmal seine Nachbarländer und den zweiten Gastgeber Polen, bevor es weitergeht. "Willkommen in der Ukraine, willkommen in Kiew", erklärt der Präsident, bevor er wieder von der Bühne geht.
18.05 Uhr: Die Tänzer machen die Bühne frei, das Moderatorenduo betritt die Bühne. Alle EM-Teilnehmer werden begrüßt, die Gastgeber sind stolz, die Fußballwelt im nächsten Jahr bei sich begrüßen zu dürfen.
18.00 Uhr: Los geht die Auslosung! Alle haben im Nationalen Kunstpalast Platz genommen. Mit dabei ist alles, was im Fußball Rang und Namen hat. Uefa-Präsident Michel Platini wünscht sich ein "Fußballfest". Vor der Auslosung gibt es für die Zuschauer aber noch ukrainische Folklore mit Tänzern in traditionellen Outfits.
17.55 Uhr: In 10 Minuten beginnt die Auslosungsveranstaltung. 1200 VIP-Gäste haben sich im Prunksaal "Ukraina" in Kiew eingefunden, um der Veranstaltung beizuwohnen. Wird es zu einer Knallergruppe mit den letzten vier Europameistern Spanien, Griechenland, Frankreich und Deutschland kommen?
17.45 Uhr: Die UEFA schüttet bei der Europameisterschaft vom 8. Juni bis zum 1. Juli 2012 in Polen und der Ukraine ein Rekord-Preisgeld aus. 196 Millionen Euro werden an die 16 Endrunden-Teilnehmer verteilt. Für den Finalsieg werden 7,5 Millionen Euro fällig. Dazu kommen das Antrittsgeld von 8,0 Millionen Euro pro Team sowie je eine Million für Siege in der Gruppenphase. Für das Viertelfinale gibt es weitere zwei Millionen Euro, für das Halbfinale dann noch einmal drei Millionen Euro. Der Endspiel-Verlierer darf sich mit bis zu 20,5 Millionen Euro für seinen Turnierauftritt trösten.
17.30 Uhr: Vor der Auslosung hat es vor dem Olympiastadion in Kiew auch einen Protest gegen Prostitution und Frauenhandel in der Ukraine gegeben. Allerdings fiel der Protest ausgesprochen bescheiden aus: Nur vier Frauen der Protestgruppe "FEMEN" waren erschienen und wurden von einem enormen Medienaufgebot begleitet. Wenn im kommenden Sommer Tausende Touristen die Ukraine besuchen, würden Frauenhändler profitieren, erklärten sie ihren Antrieb.
Vorbericht:
Aus vier Töpfen werden die EM-Gruppen zusammengelost:
Topf 1 - Polen, Ukraine, Spanien, Niederlande
Topf 2 - Deutschland, Italien, England, Russland
Topf 3 - Kroatien, Griechenland, Portugal, Schweden
Topf 4 - Dänemark, Frankreich, Tschechien, Irland
Jede Mannschaft kann nur auf Mannschaften aus den anderen Töpfen treffen. Dadurch ergeben sich rein theoretisch spannende mögliche Begegnungen. So könnte etwa Österreich-Bezwinger Deutschland eine Schongang-Gruppe mit Irland, Polen und Griechenland erwischen. Auf der anderen Seite ist auch eine Hammergruppe mit Welt- und Europameister Spanien, Portugal und Frankreich möglich.
Die größte Überraschung der EM bleibt im Vorfeld wohl Irland. Trainerlegende Giovanni Trapattoni führte die Iren erstmals seit 1988 wieder zu einer Endrunde. Deutschland hingegen gilt als großer Favorit der Europameisterschaft in Polen und der Ukraine - unsere Nachbarn behielten in der Qualifikationsphase mit zehn Siegen in zehn Spielen eine weiße Weste.