Am Samstag wird es laut. Am 3. Oktober wird zwischen 12 und 13 Uhr nicht nur die jährliche Sirenenprobe durchgeführt. In ganz Österreich werden auch AT-Alert-Meldungen auf Handys ausgelöst.
Dabei kann sich der Bildschirm aktivieren und ein eindringlicher Warnton ertönen – selbst dann, wenn das Smartphone auf lautlos gestellt ist. Eine Anmeldung für AT-Alert ist nicht notwendig.
Rund um das seit zwei Jahren eingesetzte Warnsystem gibt es allerdings noch immer einige Missverständnisse. Das Forum Mobilkommunikation (FMK) beantwortet die wichtigsten Fragen.
Besonders wichtig: AT-Alert funktioniert über das Mobilfunknetz und nicht über WLAN. Ist dein Smartphone ausschließlich mit WLAN verbunden und hat gleichzeitig keine Verbindung zu einem Mobilfunknetz, kann es keine AT-Alert-Meldung empfangen. Besteht neben der WLAN-Verbindung auch eine Mobilfunkverbindung, funktioniert AT-Alert.
Wird die Verbindung zum Mobilfunknetz nur kurz unterbrochen, kann eine weiterhin aktive Warnung unter Umständen angezeigt werden, sobald das Handy wieder ein Netz erreicht.
Auch der Flugmodus spielt eine entscheidende Rolle: Das Smartphone muss eingeschaltet sein und darf sich nicht im Flugmodus befinden.
AT-Alert kennt unterschiedliche Warnstufen. Bei Probe- und Übungsalarmen können deshalb mehrere Meldungen mit verschiedenen Stufen verschickt werden.
Ob diese am eigenen Handy tatsächlich angezeigt werden, hängt teilweise von den persönlichen Einstellungen ab. Notfallwarnungen der höchsten Kategorie werden jedenfalls übertragen. Andere Kategorien wie Gefahrenwarnungen, Gefahreninformationen oder weitere wichtige Behördenmeldungen können in den Einstellungen deaktiviert werden. Das FMK empfiehlt, alle Warnmeldungen zuzulassen.
So kann es auch passieren, dass zwei Menschen nebeneinanderstehen und nicht dieselben Testmeldungen auf ihren Smartphones sehen. Das bedeutet nicht automatisch, dass AT-Alert bei einem Gerät nicht funktioniert hat.
Nein. Auch bei einem Smartphone mit Prepaid-Karte muss kein Guthaben vorhanden sein, um eine AT-Alert-Meldung zu erhalten.
AT-Alert nutzt zudem alle verfügbaren Mobilfunknetze. Empfängt das Handy auch nur für wenige Sekunden ein verfügbares Netz und ist die entsprechende Gefahrenmeldung noch aktiv, kann die Warnung angezeigt werden.
Wichtig ist auch, wo du dich gerade befindest. AT-Alert warnt Menschen in direkt betroffenen Gebieten. Bist du unterwegs, bekommst du daher nicht automatisch Warnungen aus deiner Heimatregion. Entscheidend ist jene Region, in der sich dein Smartphone gerade befindet.
Auch die Behörden bestimmen, welche Warnstufe verwendet wird, welcher Text angezeigt wird und in welchem Gebiet die Meldung ausgesendet wird. Die Mobilfunknetzbetreiber haben darauf keinen Einfluss.