"Heute"-Sportreporter Erich Elsigan sprach vor dem mit Abfahrts-Ass Hannes Reichelt über Schmerzen, Streif und Geld.
"Heute": Schlafen Sie in der Nacht vor der Kitzbühel-Abfahrt schlechter?
: "Nein, ich schlafe immer gut. Ich bin der Typ, der am Renntag in der Früh nervös wird.“
"Heute": Experten sagen, Svindal ist Favorit. Fahrer sagen, Reichelt ist es.
Reichelt: "Für mich ist Svindal der Topfavorit. Theaux darfst du hier auch nicht vergessen. Und Paris ist ein echter Kitzbühel-Experte."
"Heute": Was spricht für Sie?
Reichelt: "Ich habe hier schon gewonnen. Ich habe die goldene Gams, eine Gondel und keinen Druck. Aksel ist vielleicht nicht so locker. Vielleicht ist das ein Prozent, dass ich am Samstag im Vorteil bin."
"Heute": 2014 siegten Sie mit kaputten Bandscheiben. Würden Sie noch einmal so ins Rennen gehen?
Reichelt: "Nein. Wenn die Schmerzen so groß sind, sicher nicht mehr. Das war ein großes Risiko. Ich bin dankbar, dass es gut ausging."
"Heute": Marcel Hirscher braucht Unterstützung im Kampf um Kristall.
Reichelt: "Wenn ich ans Gewinnen denke, denke ich nicht an Marcel, dass er es im Weltcup leichter hat. Ich will ganz oben stehen."
"Heute": Dafür gibt es 70.000 Euro.
Reichelt: "Die 70.000 sind sicher nicht der Grund, warum ich die Streif runterfahre. Diesen Kick wie hier kriegst du nirgendwo sonst. Ich fühle mich sogar unterbezahlt. Wer hier schon mal runtergerutscht ist, der weiß, welches Risiko wir eingehen. Das Risiko gehört auch belohnt."
"Heute": Was wäre angemessen?
Reichelt: "Meiner Meinung nach ist alles unter 100.000 Euro zu wenig. Wir fahren mit 150 km/h, die Piste ist hart. Wir haben einen Helm und einen Rückenschutz. Es stehen ein paar Netze – das war‘s."