Sport

Harald Lechner: Hat er Angst vor dem Derby?

Heute Redaktion
14.09.2021, 16:50

Explosionsherd Wiener Derby! Zum bereits 296. Mal kommt es am Sonntag zum Duell Austria gegen Rapid. Schiedsrichter im Horr-Stadion ist Harald Lechner. Der 28-jährige Marketingmanager ist Österreichs jüngster FIFA-Referee. Im "Heute"-Interview spricht er über die brisante Aufgabe, seine Philosophie und die Angst vor Fehlern.

Herr Lechner, das Wiener Derby: ein Spiel wie jedes andere?
"Nein, es ist ein besonderes Spiel mit viel Emotionen. Ich bereite mich darauf aber vor wie auf jedes andere Match."
Gar keine Angst vor entscheidenden Fehlern?
"Nein, vor Fehlern ist niemand gefeit - kein Spieler, kein Trainer, kein Schiedsrichter. Was ich möchte, ist immer berechenbar zu sein und eine freundschaftliche Atmosphäre auf dem Feld herzustellen. Wenn das passt, sieht man über kleine Fehler auch eher hinweg."
Ein amikaler Ton auf dem Platz: Ist das Ihr Erfolgsrezept?
"Ich denke ja. Es ist doch so: Das eine ist das Regelwerk, das andere die Praxis. Ich versuche immer, mich auf die Spielertypen einzustellen. Eine gute Vorbereitung auf das Spiel hilft, spätere Fehler zu minimieren."
Wie sieht die Vorbereitung auf so ein wichtiges Spiel aus?
"Ich schaue mir die letzten Spiele der Teams genau an, studiere die Standardsituationen. Überlege auch, wie die Aufstellung aussehen könnte. Eine mentale Vorbereitung ist genauso wichtig wie die körperliche."
Sie sind Österreichs jüngster FIFA-Referee. Wie kommt das?
"Mein Vater war Schiedsrichter. Ich habe ihn immer begleitet. Als einmal ein Kollege ausfiel, bin ich spontan an der Seitenlinie eingesprungen - mit zwölf. Danach wollte ich mehr. Mein erster Einsatz in der Bundesliga war am 1. März 2008 das Spiel Ried gegen Altach."
Ihre Highlights bisher?
"Rapid gegen Schalke und Austria gegen Dortmund."Klaus Pfeiffer

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