Nach seiner Niederlage im Datenschutzprozess gegen den Verlag Associated Newspapers – der hinter der britischen Daily Mail steht – droht Prinz Harry (41) nun eine saftige Rechnung. Die Prozesskosten könnten sich auf bis zu 50 Millionen Pfund belaufen, umgerechnet rund 58 Millionen Euro.
Neben dem Herzog von Sussex hatten auch Popstar Elton John (79), dessen Ehemann David Furnish (63) sowie Schauspielerin Liz Hurley (61) gegen den Verlag geklagt. Ein Sprecher von Associated Newspapers kündigte bereits an, sich um die "Erstattung der Kosten" auf Seiten der Beklagten zu bemühen.
Wie der "Guardian" berichtet, wies Richter Mr Justice Nicklin am 7. Juli sämtliche Ansprüche der Kläger ab. Den Klägern sei es nicht gelungen, den Einsatz illegaler Recherchemethoden durch den Verlag zweifelsfrei zu belegen.
Die Kläger hatten dem Verlag vorgeworfen, für Artikel auf unrechtmäßig beschaffte private Informationen zurückgegriffen zu haben – etwa durch Privatermittler oder das Abhören von Telefonen. Associated Newspapers hatte die Vorwürfe stets bestritten.
Harry und Mitklägerin Baroness Doreen Lawrence reagierten mit einem gemeinsamen Statement: "Wir sind vor Gericht gezogen, um Gerechtigkeit und Rechenschaft zu suchen. Doch wir haben weder das eine noch das andere erhalten." Den Aufwand des Gerichts, die Daily Mail zu entlasten, bezeichneten sie als "ebenso schockierend wie völlig ungerechtfertigt".
Für Harry ist es bereits der dritte große Rechtsstreit gegen britische Boulevardmedien – und der einzige mit einer vollständigen Niederlage. Im Fall gegen Mirror Group Newspapers war er erfolgreich, mit dem Verlag der Sun einigte er sich Anfang 2025 auf einen Vergleich.