Für Prinz Harry (41) wird es erneut juristisch unangenehm: Sentebale, die Wohltätigkeitsorganisation, die er 2006 mitgegründet hat, verklagt ihn wegen Verleumdung. Die Klage wurde am 24. März beim High Court in London eingereicht.
Neben dem Herzog von Sussex ist auch Mark Dyer, ein enger Freund Harrys und ehemaliges Vorstandsmitglied der Organisation, von der Klage betroffen. Details zu den konkreten Vorwürfen sind bisher nicht öffentlich.
Wie das US-Magazin Page Six berichtet, haben sich weder ein Sprecher Harrys noch Sentebale bislang inhaltlich zu dem Verfahren geäußert.
Der Rechtsstreit ist der vorläufige Höhepunkt eines öffentlich ausgetragenen Zerwürfnisses. Bereits im März 2025 hatte Harry seinen Rückzug aus Sentebale bekanntgegeben und sprach dabei von einer "unvorstellbaren" Kontroverse innerhalb der Organisation.
Gemeinsam mit Prinz Seeiso von Lesotho, mit dem er die Stiftung einst gegründet hatte, erklärte er, die Beziehung zwischen dem Vorstand und der damaligen Vorstandsvorsitzenden Sophie Chandauka sei "über jeden Reparaturversuch hinaus zerbrochen".
Chandauka ihrerseits hatte Harry bei der britischen Charity Commission wegen angeblichen Mobbings gemeldet. Die Behörde fand nach einer Prüfung allerdings keine Belege dafür, kritisierte aber alle Beteiligten für die öffentliche Eskalation des Konflikts.
Sentebale wurde 2006 von Harry und Prinz Seeiso ins Leben gerufen, um junge Menschen zu unterstützen, die in Lesotho und Botswana mit HIV und AIDS leben. Der Name bedeutet "Vergissmeinnicht" und ist eine Hommage an Harrys Mutter Prinzessin Diana, die 1997 bei einem Autounfall ums Leben kam.