Im neu aufgerollten Verfahren gegen den früheren Filmproduzenten Harvey Weinstein wurde nun das Strafmaß bekanntgegeben.
Ein Gericht in New York verurteilte den 74-Jährigen zu 15 Jahren Gefängnis. Die Staatsanwaltschaft hatte eine noch längere Haftstrafe gefordert.
Weinstein war bereits vor Jahren zu einer langen Freiheitsstrafe verurteilt worden, doch nach Verfahrensfehlern wurde das Verfahren neu aufgerollt. In dem aktuellen Prozess befand die Jury ihn wegen eines schweren Sexualverbrechens an einer ehemaligen Produktionsassistentin für schuldig.
Wie US-Medien wie NBC News und die New York Times berichtet, fand der Übergriff vor rund 20 Jahren in Weinsteins Wohnung in Manhattan statt.
Der Fall Weinstein gilt als Auslöser der weltweiten MeToo-Bewegung. Nachdem zahlreiche Frauen ihm sexuelle Belästigung und Übergriffe vorgeworfen hatten, entstand international eine Debatte über Machtmissbrauch und sexuelle Gewalt. Auch in weiteren Ländern meldeten sich Betroffene zu Wort.
Weinstein, einst einflussreicher Produzent von Filmen wie „Pulp Fiction“, „Good Will Hunting“ und „Shakespeare in Love“, saß bereits in Kalifornien wegen ähnlicher Vorwürfe im Gefängnis. Auch dort wurde er 2022 zu 16 Jahren Haft verurteilt.
Das aktuelle Urteil bezieht sich auf einen von drei Anklagepunkten im New Yorker Prozess. In weiteren Punkten konnte sich die Jury nicht einigen oder sprach Weinstein frei.
Seine Anwälte betonten stets, die Kontakte seien einvernehmlich gewesen. Der gesundheitlich angeschlagene Ex-Produzent verbrachte zuletzt viel Zeit zwischen Gefängnis und Krankenstation.