Zwei junge Hundehalter müssen sich am Dienstag vor dem Landesgericht Linz verantworten. Der Vorwurf wiegt schwer: Sie sollen ihren beiden Hündinnen einen mit Haschisch versetzten Schoko-Keks zu fressen gegeben und die Tiere danach ihrem Schicksal überlassen haben.
Laut Anklage passierte der Vorfall am 8. März. Die beiden Beschuldigten – eine 20-jährige Frau und ein 26-jähriger Mann – sollen den drei und vier Jahre alten Hündinnen vorsätzlich den Keks gegeben haben. Der soll neben Cannabis auch Schokolade enthalten haben – beides kann für Hunde sehr gefährlich sein.
Besonders brisant: Obwohl die Tiere laut Anklage rasch schwere Vergiftungssymptome zeigten, sollen die beiden Angeklagten keine tierärztliche Hilfe organisiert haben. Stattdessen hätten sie sich in ein anderes Zimmer zurückgezogen und schlafen gelegt.
Die Folgen sollen dramatisch gewesen sein. Die Hunde hätten sich mehrfach übergeben, unter erheblichen neurologischen Störungen gelitten und schließlich in ihrem eigenen Urin und Kot gelegen.
Die Staatsanwaltschaft wirft den beiden Tierquälerei vor. Verhandelt wird der Fall am Dienstag vor einem Einzelrichter am Landesgericht Linz. Im Falle einer Verurteilung droht den Angeklagten eine Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren. Für beide gilt die Unschuldsvermutung.