Rangnick gerät ins Schwärmen

Hat das ÖFB-Team bald einen neuen Einser-Tormann?

Im ÖFB duellierten sich bisher Alexander Schlager und Patrick Pentz um den Status als Nummer eins. Das könnte sich nun mit einem Neuling ändern.
Sport Heute
16.03.2026, 18:38
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Vier Debütanten finden sich im Aufgebot von ÖFB-Teamchef Ralf Rangnick für den nächsten Länderspiel-Lehrgang. Die "Neuerwerbungen" Paul Wanner und Carney Chukwuemeka, Innenverteidiger David Affengruber – und Schlussmann Florian Wiegele. Besonders beachtlich: Als der Teamchef über den Goalie von Viktoria Pilsen spricht, wirkt der meist in sich ruhende Deutsche geradezu euphorisch.

"Finde ihn spannend"

"Ich finde ihn spannend, auch was ich bis jetzt von ihm gesehen habe", erklärt Rangnick über den Neuling im ÖFB-Team. Eine Meinung, in der der Deutsche von Tormanntrainer Michael Gspurning gestärkt wird. Auch er sieht in Wiegele "ein spannendes Profil". Vor allem ein Profil, das es in der österreichischen Nationalmannschaft aktuell so nicht gibt – und das dem Pilsen-Schlussmann einen großen Vorteil gegenüber seinen Konkurrenten einbringt.

Der Vorteil von Wiegele

Der Unterschied zu Alexander Schlager und Patrick Pentz, die sich bisher unter Rangnick den Status als Einser-Goalie unter sich ausmachten: "Allein schon vom Körperbau mit über zwei Meter Körpergröße hat er Voraussetzungen, die kein anderer hat von uns", bemerkt der ÖFB-Teamchef.

Und das ist unumstritten. Denn: Mit einer Größe von 2,05 Metern hat Wiegele eine andere Präsenz im Strafraum als Schlager (1,84 Meter) und Pentz (1,82 Meter).

Dennoch hatte Wiegele bis zuletzt ein Problem: Bei Viktoria Pilsen war er nur die Nummer zwei. Das änderte sich im Dezember. Der Österreicher wurde befördert und zahlte dies mit starken Leistungen zurück. Zuletzt auch auf internationaler Bühne – in der Europa League beim bitteren Aus gegen Panathinaikos im Elfmeterschießen.

Seine Nominierung hat aber auch einen praktischen Hintergrund. Im Trainingslager in Marbella will Rangnick nämlich in Gruppen arbeiten. "Und da ist es eben auch sinnvoll, wenn wir vier Torhüter dabeihaben und auf zwei Feldern spielen können."

"Da geht es darum, wer die Nummer drei wird", lässt Rangnick durchblicken, dass Pentz und Schlager immer noch die besten Karten auf das Stammleiberl bei der WM haben. Seine unaufgeforderten Lobeshymnen auf den Tschechien-Legionär machen aber deutlich: Das Duo muss sich künftig vielleicht warm anziehen.

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