Nach drei Jahren ist Schluss für Roland Assinger als Damen-Cheftrainer im ÖSV. Sein Abgang war bereits bekannt, jetzt spricht er ausführlicher über die Gründe für seine Entscheidung.
Der Kärntner blickt auf eine intensive und nicht immer einfache Zeit zurück. Sportlich fällt seine Bilanz durchaus positiv aus, schließlich holten Ariane Rädler und Katharina Huber bei Olympia 2026 Gold in der Team-Kombination, zudem gewann Julia Scheib die kleine Kristallkugel im Riesentorlauf. Allerdings gab es auch Kritik an Assingers Führungsstil. Vor allem sein teils harter Umgangston sorgte intern für Diskussionen. So hatte die inzwischen zurückgetretene Weltmeisterin von 2025, Stephanie Venier, Assinger dafür scharf kritisiert.
Trotz der sportlichen Erfolge entschied sich Assinger schließlich selbst für einen Schlussstrich. Einen neuen Zweijahresvertrag beim ÖSV lehnte der 52-Jährige ab. In der Sendung "Sport und Talk aus dem Hangar-7" erklärte Assinger nun, wann für ihn der entscheidende Moment gekommen war: "Mit den Erfolgen bei der Weltmeisterschaft in Saalbach und den Medaillen bei den Olympischen Spielen plus der Kugel für Julia Scheib, da hat es irgendwo bei mir klick gemacht und dann habe ich für mich entschlossen, dass jetzt der Zeitpunkt gekommen ist, etwas Anderes zu tun und mir eine neue Herausforderung zu suchen."
Ganz aus dem Verband verabschieden will er sich aber nicht, vielmehr soll er dem ÖSV in einer anderen Funktion erhalten bleiben, etwa im Nachwuchsbereich: "Ich habe jetzt Gespräche geführt mit dem ÖSV, mit Christian Mitter und Mario Stecher, wo die Reise jetzt hingehen könnte. Es sind noch ein paar Details zu klären, aber ich möchte dem Verband erhalten bleiben."
Assinger war bereits zwischen 2008 und 2020 in unterschiedlichen Trainerfunktionen im ÖSV tätig, ehe er im April 2023 schließlich den Posten des Damen-Cheftrainers übernahm. Nach drei Jahren endet diese Ära nun, seine Arbeit im österreichischen Skiverband dürfte aber noch nicht vorbei sein.