Hat Thiem vor Wimbledon die Kurve noch gekratzt?

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Welche Stars sind heute im Einsatz? Wie gut ist Dominic Thiem in Form? "Heute" hat die wichtigsten Infos vor dem ersten Aufschlag in Wimbledon.
Welche Stars sind heute im Einsatz?

Titelverteidiger Andy Murray eröffnet am Montag um 14 Uhr am Centre Court das Turnier in Wimbledon. Der topgesetzte Schotte trifft auf Alexander Bublik. Murray laborierte zuletzt an einer Hüftverletzung. "Alles nicht so schlimm", sagt er. Die Nummer 1 der Welt schwächelt bisher 2017, in Wimbledon will der Titelverteidiger die Wende. Ebenfalls am ersten Tag des Rasen-Klassikers im Einsatz: Rafael Nadal (gegen John Millman), Stan Wawrinka (gegen Daniil Medvedev).

Schlägt heute ein Österreicher auf?

Ja. Andreas Haider-Maurer gibt sein Comeback. Der Niederösterreicher spielt auf Court 15 die zweite Partie nach 12.30 Uhr gegen Roberto Bautista Agut (Sp). Nach 19 Monaten Qual kehrt er am heiligen Rasen auf die ATP-Tour zurück. "AHM" plagten fast zwei Jahre Schmerzen in der Fußsohle. Des Rätsels Lösung: Eine Sehnenplatte wurde ihm durch ein Transplantat ersetzt. "Ich habe schon nicht mehr gedacht, dass ich das noch einmal erlebe", gibt er zu. Aktuell ist er die Nummer 1.025 der Welt. "Ich will wieder dorthin, wo ich schon einmal war." Also Top 50.



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Nicht so schlecht wie die Rasen-Ergebnisse zuletzt vermuten lassen. Thiem gewann in dieser Saison nur ein Rasen-Match, verlor in Antalya und Halle früh. In Wimbledon sind die Bedingungen aber anders. Der Rasen ist langsamer, das liegt Thiem besser. Er kann dort seine Punkte besser aufbauen.

Aber: In Runde eins wartet keine kleine Hürde: Vasek Pospisil, Kanadier, 1,94 m groß, guter Aufschläger – Typ Zerstörer! Er lässt kaum Ballwechsel zu, wird viel ans Netz gehen. "Sehr heikel", sagt Thiem. "Unangenehm", meint Trainer Günter Bresnik.

Thiems Ziel: "Weiter kommen als bisher, also weiter als in die zweite Runde."

Wie versuchte Thiem die Kurve zu kratzen?

Mit Trainer Bresnik trainierte er vor allem den Aufschlag. Der ist auf Rasen extrem wichtig, weil die Ballwechsel kurz sind. "Es hat sich ein technischer Fehler eingeschlichen. Der wurde bereinigt", so Bresnik. Die Zeit der Doppelfehler soll also wieder vorbei sein.

Bresnik arbeitete auch daran, Thiems Spiel noch besser auf Rasen umzustellen: Weniger Spin in den Schlägen, mehr Slice-Schläge, mehr ans Netz gehen.

Wer sind die Favoriten in Wimbledon?

Herren- und Damen-Bewerb sind offen wie nie. Bei den Damen liegt das an der Abwesenheit von Serena Williams. Maria Scharapowa fehlt verletzt. So rückt vor allem Petra Kvitova in den Fokus. Die Tschechin könnte nur sechs Monate nach der Messerattacke in ihrem Appartment ein Tennis-Märchen schreiben.

Bei den Herren führt der Sieg über die alten Bekannten: Roger Federer, Andy Murray, Rafael Nadal, Novak Djokovic und Stan Wawrinka.

Was gibt es zu gewinnen?

Das Preisgeld bei den Wimbledon Championships ist im Vergleich zum Vorjahr um stolze 12,5 Prozent gestiegen. 2017 werden insgesamt 37,4 Millionen Euro ausgeschüttet.

Die Sieger im Männer- und Fraueneinzel bekommen jeweils 2,6 Millionen Euro (plus 10 Prozent).

Seit 2011 hat sich das Preisgeld in Wimbledon mehr als verdoppelt. (mh)

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