Mitten in der Nacht auf Sonntag lieferte sich ein 20-jähriger Lenker auf dem Neubaugürtel ein gefährliches Hatzerl. Im Zuge einer Schwerpunktaktion der Wiener Polizei wurde der Mercedes-Lenker in Fahrtrichtung Westbahnhof mit 104 km/h statt der erlaubten 50 km/h gemessen.
Die Beamten der Polizeiinspektion Westbahnhof hatten den Wagen mittels händischem Lasermessgerät erfasst. Die extreme Geschwindigkeit dürfte laut Polizei Teil eines Straßenrennens mit einem weiteren Fahrzeug gewesen sein.
Als die Beamten dem Lenker das Anhaltezeichen gaben, reagierte dieser nicht – im Gegenteil: Er beschleunigte den Mercedes C63 AMG und versuchte zu flüchten. Dabei setzte er mehrere Verwaltungsübertretungen, unter anderem missachtete er mehrfach das Rotlicht.
Erst kurz vor einem stationären Radargerät im Bereich Maria vom Siege bremste der Lenker abrupt ab. Dadurch gelang es der Polizei schließlich, das Fahrzeug anzuhalten.
Bei dem Raser handelt es sich um einen 20-jährigen irakischen Staatsangehörigen. Ihm wurde der Probeführerschein noch vor Ort abgenommen. Der Mann wurde wegen mehrerer Verwaltungsübertretungen angezeigt. Als Begründung für sein gefährliches Fahrverhalten gab der Lenker an, er habe "schnell nach Hause kommen wollen".
Im Rahmen der Schwerpunktkontrolle wurden in dieser Nacht insgesamt 13 Anzeigen wegen Geschwindigkeitsüberschreitungen erstattet. Die Wiener Polizei betont erneut, dass Rasen zu den Hauptursachen schwerer Verkehrsunfälle zählt – und kündigt weitere Kontrollen an.