Fünf Monate bedingte Haft für Dopingsünder Hauke

Max Hauke in Innsbruck vor Gericht.
Max Hauke in Innsbruck vor Gericht.Bild: picturedesk.com
Max Hauke sagte im Doping-Prozess am Landesgericht Innsbruck aus und bekannte sich dabei teilweise des Betrugs schuldig. Er wurde zu fünf Monaten bedingter Haft verurteilt.
Die Bilder der nordischen Ski-WM in Seefeld gingen um die Welt. Leider nicht nur die der strahlenden Sieger. Auch die des großen Doping-Skandals, der den nordischen Sport im Frühjahr 2019 erschütterte, sich anschließend auch auf andere Sportarten ausweitete.

Im Mittelpunkt: Max Hauke und Dominik Baldauf. Das österreichische Langläufer-Duo wurde auf frischer Tat ertappt, des Blutdopings überführt und stand weltweit in den Sportschlagzeilen.

Hauke verurteilt



CommentCreated with Sketch.2 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Am Mittwoch stand Max Hauke (27) vor dem Landesgericht Innsbruck, musste sich wegen Verbrechens des gewerbsmäßigen schweren Sportbetrugs verantworten. Der Steirer bekannte sich vor dem Schöffensenat teilweise schuldig.

Der Dopingsünder wurde am Mittwochnachmittag zu fünf Monaten bedingter Haft verurteilt. Bis zu fünf Jahre wären möglich gewesen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Hauke gab Blutdoping und die Einnahme von Wachstumshormone zu. Er bestritt aber die angenommene Schadenssumme. Die Staatsanwaltschaft hatte diese in Höhe von 50.000 Euro festgelegt.

Betrug, weil er durch den Einsatz von Doping Preisgelder und Sponsoring von mehr als 50.000 Euro erlangt habe, so der Vorwurf der Staatsanwaltschaft. Durch Sponsoring entstehe laut Rechtssprechung kein Schaden, sagte Verteidiger Andreas Mauhart.

Hauke vor Gericht: "Ich habe entschieden, dass ich dope. Diese Entscheidung traf ich alleine, es war meine Idee." Sein Verteidiger behauptete, Hauke habe nur für die Nordische Ski-WM in Seelfeld gedopt, seine "letzte WM". Hauke: "Ich wusste, ich habe Talent und ich glaubte, was mir auf die Spitze fehlt, ist Doping." Ein Comeback schließe er nun aus.

Dann ging sein Anwalt in die Offensive, bezeichnete die Weitergabe und Veröffentlichung jenes Videos, das Hauke beim Dopen zeigt, als "einen der größten Justizskandale der vergangenen Jahre".

Hauke wiederholte vor Gericht seinen Vorwurf, dass Ex-Langläufer Johannes Dürr den Kontakt zum deutschen Sportarzt, der mutmaßliche Drahtzieher des Dopingnetzwerks, hergestellt habe. Damit belastete er Dopingsünder Dürr. Er selbst habe dem Arzt pro Saison 10.000 Euro für das Doping bezahlt, in bar bei Treffen übergeben.







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