In der Causa rund um den Klagenfurter Flughafen haben Ermittler Anfang Februar mehrere Hausdurchsuchungen durchgeführt. Betroffen waren die Lilihill-Gruppe in Klagenfurt, das Privatanwesen von Unternehmer Franz Peter Orasch sowie ein ehemaliger Geschäftsführer der Flughafenbetriebsgesellschaft – berichtet die "Kleine Zeitung".
Auslöser für die Maßnahmen war ein Bericht des Landesrechnungshofes. Darin wurden die Entwicklungen der vergangenen Jahre am Flughafen Klagenfurt genau unter die Lupe genommen. Die Staatsanwaltschaft prüft nun, ob es sogenannte Insich-Geschäfte gegeben haben könnte. Im Raum steht der Verdacht der Untreue.
Die Investorengruppe war von 2018 bis 2023 Mehrheitseigentümer des Airports. Laut dem Prüfbericht soll es Geschäftsbeziehungen zwischen zumindest einer konzernnahen Firma und der Flughafenbetriebsgesellschaft gegeben haben.
Wie die Kleine Zeitung berichtet, sei der Flughafen bei der Herausgabe von Unterlagen kooperativ gewesen. Bei einem Beschuldigten hätten Ermittler hingegen gezielt nach Dokumenten suchen müssen. Dabei seien Terabyte an Daten sichergestellt worden.
Die Staatsanwaltschaft Klagenfurt war vorerst für eine Stellungnahme nicht erreichbar. Die Rechtsvertretung eines Betroffenen wollte sich zu den Vorwürfen nicht äußern. Für alle Beteiligten gilt die Unschuldsvermutung.