Katze infiziert Besitzerin mit gefährlicher Lungenpest

Für eine Übertragung des Lungenpest-Erregers muss man dem Gesicht des erkrankten Menschen oder Säugetiers sehr nahe kommen. (Symbolfoto)
Für eine Übertragung des Lungenpest-Erregers muss man dem Gesicht des erkrankten Menschen oder Säugetiers sehr nahe kommen. (Symbolfoto)Getty Images
Schock in den USA! Eine Katzenbesitzerin wurde von einer ihrer Samtpfoten mit dem seltenen und hochgefährlichen Erreger der Lungenpest infiziert.

"Der Schwarze Tod" wütete in Wien zuletzt im 17. Jahrhundert schwer. Tausende Menschen starben durch die Epidemie alleine in der Bundeshauptstadt, frühere Ausbrüche der Pest forderten Millionen Tote in Europa. Mittlerweile gilt die gefürchtete Krankheit hierzulande als besiegt, nur noch die unzähligen Pestsäulen erinnern an das vergangene Leid. Doch der Pesterreger Yersinia pestis ist keinesfalls ausgerottet. 

Vergangenes Jahr starb ein 15-Jähriger im Westen der Mongolei an Beulenpest, auch im benachbarten China gab es Todesopfer. Behörden gaben Warnungen vor einer möglichen Pest-Epidemie aus. Und jetzt traf es eine Frau in den USA! 

Die Gesundheitsbehörden des US-Bundesstaats Wyoming haben bei einer Bewohnerin des Fremont County südlich des Yellowstone National Parks eine seltene aber potenziell tödliche Erkrankung an Lungenpest festgestellt. Sie soll sich dem offiziellen Bericht zufolge durch "Kontakt mit kranken Katzen" infiziert haben.

Röntgenbild einer mit Pest infizierten Lunge. (Symbolbild)
Röntgenbild einer mit Pest infizierten Lunge. (Symbolbild)CDC, gemeinfrei

Von Mensch zu Mensch übertragbar

Lungenpest gilt als die gefährlichste der vier bekannten Pesterkrankungen und ist die einzige, die von Mensch zu Mensch übertragen werden kann. Die Erreger können durch Tröpfchen beim Sprechen ausgestoßen und so von anderen Personen eingeatmet werden. Die Bedingungen dafür sind glücklicherweise sehr speziell. Weil das Bakterium nur sehr kurz an der Luft überlebt, beträgt der kritische Abstand zum Gesicht eines Lungenpestkranken weniger als 30 Zentimeter.

In Nordamerika hält sich das Pest-Bakterium auch heutzutage noch in Eichhörnchen-Populationen. Die meisten der trotzdem seltenen Ansteckungen bei Menschen treffen daher Jäger. Eine Übertragung durch ein an Lungenpest erkranktes Schoßtier, wie in vorliegenden Fall, kommt noch viel seltener vor.

Innerhalb von Tagen tödlich

Es handelt sich um den insgesamt erst siebten Fall einer Ansteckung eines Menschen in Wyoming seit dem Jahr 1978. Der vormals letzte Fall liegt bereits 13 Jahre zurück.

Obwohl die Pest auch in den USA selten geworden ist, ist sie für Menschen weiterhin hochgefährlich. Ohne schnelle und entsprechende Behandlung führt eine Infektion innerhalb weniger Tage zum Tod.

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