Die Fußball-WM in den USA, in Kanada und Mexiko hat nun endgültig begonnen. Co-Gastgeber Mexiko siegte beim Eröffnungsspiel gegen Südafrika mit 2:0. 80.824 begeisterte Fans waren im Kult-Stadion von Mexiko City vor Ort, sahen ein Fußballfest, eine bunte Eröffnungsfeier mit Popsängerin Shakira, dann mit Opernstar Andrea Bocelli und mit Kult-DJ David Guetta.
Doch während des Spiels ist es außerhalb des Stadions zu schweren Ausschreitungen gekommen. Rund 2.000 Demonstranten sind mit etwa 300 Polizisten aneinander gekracht. Es flogen Leuchtraketen und Steine in Richtung der Beamten.
Medienberichten zufolge hätten die Demonstranten am Eingang 8 des WM-Eröffnungsstadions versucht, sich Zugang zur Arena zu verschaffen. Das versuchten die Polizeikräfte gewaltsam zu verhindern. Im Rahmen der Ausschreitungen sollen die Demonstranten auch einen LKW beschädigt haben. Letztendlich habe die Polizei auch Tränengas eingesetzt.
Lokalen Medienberichten zufolge soll ein Polizist bei den Demonstrationen verletzt worden sein, mehrere Demonstranten seien festgenommen worden.
In den letzten Wochen ist es in Mexikos Hauptstadt immer wieder zu Protesten gekommen. Das Land möchte sich als modern und weltoffen zeigen.
Zuletzt sorgten Lehrerproteste für Schlagzeilen. Ihr Vorwurf: Für das Großevent sei Geld da, für sie aber nicht. Erst am Mittwoch hatte die Lehrergewerkschaft CNTE die Zugänge zum Stadion blockiert, danach hatte die Polizei 59 Sprengsätze in einem Bus der Demonstranten sichergestellt.