Sport

Heftige Szenen! Hooligans prügeln Schiris blutig

Heute Redaktion
13.09.2021, 22:21

Schockierende Szenen in der vierten argentinischen Liga: Hooligans von Juventuda stürmten den Platz und attackierten die Schiedsrichter mit Messern und Steinen.

Schiedsrichter ist kein einfacher Job: Diese Annahme wurde in der Nacht auf Freitag auf brutalste Art und Weise unter Beweis gestellt.

Keine Polizei in der Nähe

Nach dem Ligaspiel von Independiente gegen Juventud kam es zu hässlichen Ausschreitungen: Hooligens, die aus Juventud angereist sind, passte das Ergebnis des Spiels nicht - ihr Team lag nämlich mit 0:1 zurück. Für den Spielstand machten die Zuschauer den Schiedsrichter und sein Team verantwortlich.

Kurz nach dem Abpfiff sprangen die Hooligans über die Absperrung und stürmten den Platz. Ihr Ziel: Bruno Amiconi - der Mann der das Match geleitet hat. Polizisten oder Ordner befanden sich nicht in der Nähe. Der Schiri war auf sich allein gestellt.

Ein weiterer Offizieller sagte im Nachhinein: "Das ganze Spiel war schwierig zu leiten. Dass keine Ordner bei den Tribünen standen, war ein großer Fehler."

Mit Messern und Steinen bewaffnet

Bereits in der zehnten Minute musste das Spiel unterbrochen werden: Zuschauer warfen Knallkörper auf das Spielfeld. Nur zwölf Minuten später kam es zur nächsten Pause, als Fackeln auf dem Rasen landeten. In der 45. Minute flogen Glasflaschen in Richtung der Spieler.

Amiconi wollte das Spiel dennoch über die Bühne bringen - das sollte sich als großer Fehler herausstellen: Denn direkt nach dem Abpfiff rannten Hooligans mit Messern und Steinen auf ihn zu.

Als die Schiedsrichter in die Kabine wollten, machten die Brutalos keinen Unterschied mehr: Sie prügelten knapp eine Minute lang auf die Offiziellen ein.

Vorwurf gegen Independiente

Am heftigsten erwischt hat es den Linienrichter Luna. Nachdem er in die Umkleidekabine gebracht wurde, begann er Blut zu erbrechen. Fotos zeigen den Schiedsrichter im Bad. Die Fliesen sind blutverschmiert, der Offizielle kaum bei Bewusstsein.

Nun wird auch dem heimischen Klub vorgeworfen, dass sie den Schiedsrichtern die Hilfe verweigern wollten. Die Spielleiter hätten nämlich zu lange warten müssen, bevor sie ärztlich versorgt wurden.

(slo)

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