Eine stürmische Nacht hat in der Steiermark für zahlreiche Einsätze gesorgt. Vor allem im Osten des Bundeslands mussten Feuerwehren ausrücken, nachdem Bäume auf Straßen gestürzt waren und Schäden angerichtet hatten.
Besonders betroffen waren die Bezirke Weiz und Hartberg-Fürstenfeld. In Puch bei Weiz etwa blockierten mehrere umgestürzte Bäume die Straße. Insgesamt 15 Feuerwehrleute standen dort in den frühen Morgenstunden im Einsatz, um die Fahrbahn wieder freizumachen.
Auch in anderen Regionen blieb es nicht ruhig. In Graz-Umgebung rückte die Feuerwehr Tobelbad-Haselsdorf aus, um Hindernisse zu beseitigen. Im Bezirk Murau stürzten in der Nacht ebenfalls mehrere Bäume auf eine Bundesstraße im Bereich der "Schweizklamm", was einen Einsatz der Feuerwehr Neumarkt erforderlich machte.
Die Folgen des Sturms sind auch im Stromnetz spürbar. Rund 80 Trafostationen in der Oststeiermark sind laut "Kleine Zeitung" derzeit außer Betrieb. Etwa 2.000 Haushalte sind ohne Strom.
"Betroffen ist vor allem der Raum zwischen Birkfeld, Frohnleiten und Passail, die Obersteiermark ist glücklicherweise nicht betroffen", erklärt Urs Harnik-Lauris von der Energie Steiermark gegenüber der Tageszeitung, "In Summe ist es erfreulicherweise nicht so dramatisch wie wir erwartet haben, dennoch ist jeder stromlose Haushalt einer zu viel."
Die Reparaturarbeiten laufen bereits auf Hochtouren. Im Laufe des Tages soll die Stromversorgung wieder vollständig hergestellt werden. Eine Entspannung ist allerdings noch nicht ganz in Sicht.
Für große Teile der Steiermark gilt weiterhin eine Sturm- und Schneewarnung. Vor allem im Süden und Osten werden im Laufe des Nachmittags noch kräftige Windspitzen erwartet.
Am Freitag setzt sich das nasse und windige, spätwinterliche Wetter fort. In den Voralpen und im Wienerwald schneit es häufig. Anfangs ist selbst im Flachland vorübergehend nasser Schneefall oder Schneeregen möglich, tagsüber steigt die Schneefallgrenze gegen 500 Meter an. Im Oberen Waldviertel überwiegen die trockenen Abschnitte, die Sonne zeigt sich aber kaum. Zudem weht lebhafter bis kräftiger, am Alpenostrand auch stürmischer Nordwestwind. Maximal nur noch 0 bis +6 Grad.
Der Samstag beginnt im Bergland und im Osten mit etwas Regen bzw. oberhalb von etwa 300 Meter mit Schneefall. Am Vormittag steigt die Schneefallgrenze gegen 500 m an und es trocknet allmählich ab. Die Wolken bleiben aber hartnäckig, die besten Chancen auf etwas Sonne gibt es im östlichen Flachland sowie im Waldviertel. Am Alpenostrand weht weiterhin lebhafter bis kräftiger, in Böen stürmischer Nordwestwind. Die Höchstwerte liegen je nach Sonne und Wind zwischen 4 und 12 Grad.