Heimischer Skisprung-Star litt unter Alzheimer

Eva Pinkelnig ist derzeit in Mega-Form, nach vielen Rückschlägen.
Eva Pinkelnig ist derzeit in Mega-Form, nach vielen Rückschlägen.Bild: GEPA-pictures.com
Eva Pinkelnig ist derzeit die Königin der Lüfte. Nach schweren Stürzen hing ihre außergewöhnliche Karriere aber an einem seidenen Faden.
Sie ist derzeit die Königin der Lüfte. Eva Pinkelnig hält bei drei Saisonsiegen. Am Wochenende in Zao (Japan) war die 31-jährige Vorarlbergerin eine Klasse für sich. Nur noch ein Punkt fehlt ihr zur Führung im Skisprung-Weltcup, wo die rot-weiß-roten Damen zuletzt sechs Siege in Serie feierten.

Mit 24 Jahren der erste Sprung



Die Karriere der "Überfliegerin" verlief freilich alles andere als klassisch steil nach oben. In ihren Jugendjahren war die Dornbirnerin Skirennläuferin, erst im Alter von 24 Jahren sprang sie erstmals über eine Skisprungschanze. Pinkelnig arbeitete als Erzieherin. 2014 gab sie ihr Weltcup-Debüt, in diesem Winter segelt sie plötzlich allen davon.

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"Bei 60 km/h schalteten sich Augen ab"



Es ist ein Märchen. Denn nach zwei fatalen Stürzen vor drei Jahren stand ihre Karriere vor dem Aus. Die Ärzte diagnostizierten ein schweres Schädel-Hirn-Trauma.

"Das Hirn war viel länger angeschwollen, als es hätte sein sollen", erzählt Pinkelnig im "Kurier".

Sie litt unter massiven neurologischen Problemen. "Meine linke Seite hat einen Schaden abbekommen, bei mir hat es die Augenpartie erwischt. Bei 60 km/h haben meine Augen abgeschaltet. Das kannst du nicht haben, wenn du mit 90 km/h auf den Schanzentisch zurast und nichts siehst."



Anzeichen von Alzheimer



Noch besorgniserregender waren die Ergebnisse ihrer Gehirnuntersuchungen. "Es waren Anzeichen von Alzheimer da. Mein Hirn hat Strukturen aufgewiesen, die jemand in meinem Alter eigentlich nicht haben dürfte. Ab dem Zeitpunkt ging es mir nur noch darum, wieder gesund zu werden."

Mit Hilfe eines Spezialisten kriegt sie die Defizite in den Griff. "Die Kämpferin liegt in meiner Natur", sagt sie. "Deshalb bin ich nach jedem Fußtritt wieder aufgestanden. Ich habe schon viel mehr erreicht, als mir die Leute zugetraut haben."



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