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Heiß auf Kristall: Aller guten Dinge sind drei!

Heute Redaktion
14.09.2021, 03:38

Nach dem Riesentorlauf-Triumph und dem Gewinn der kleinen und großen Kristallkugel kann Marcel Hirscher beim Weltcup-Finale in Schladming am Sonntag befreit zum Slalom (9.00/11.30 Uhr) und damit allerletzten Saisonrennen antreten. Der Salzburger kann alles riskieren, um eventuell auch den Kugel-Hattrick zu schaffen. Der Österreicher hat allerdings 50 Punkte Rückstand auf Ivica Kostelic und der Kroate machte seine Begehrlichkeit glasklar: "Ich will diese Kugel."

Nach dem Riesentorlauf-Triumph und dem Gewinn der kleinen und großen Kristallkugel kann Marcel Hirscher beim Weltcup-Finale in Schladming am Sonntag befreit zum Slalom (9.00/11.30 Uhr) und damit allerletzten Saisonrennen antreten. Der Salzburger kann alles riskieren, um eventuell auch den Kugel-Hattrick zu schaffen. Der Österreicher hat allerdings 50 Punkte Rückstand auf Ivica Kostelic und der Kroate machte seine Begehrlichkeit glasklar: "Ich will diese Kugel."

Der angeschlagene Kostelic verzichtete sogar auf den Riesentorlauf, um seine Kräfte optimal für den Slalom bündeln zu können. Zudem macht von hinten auch der nur 16 Punkte hinter Hirscher auf Platz drei liegende Schwede Andre Myhrer Druck. "Ich kann angreifen, das liegt mir am besten", hatte Hirscher während der Finalwoche mehrmals versichert.

Salzburger mit mehr Ausfällen

Hirscher hat in seiner so traumhaft verlaufenen Comeback-Saison sogar fünf Slaloms gewonnen und damit zwei mehr als Kostelic, der aber dafür weniger oft ausfiel. Allerdings verpasste der entthronte Weltcup-Gesamtsieger des Vorjahres nach seiner Knieoperation gleich neun Rennen. Hirscher wiederum vergab eine Riesenchance in Kranjska Gora mit seinem Ausfall beim letzten Slalom vor dem Finale.

Der abschließende Herren-Slalom findet nicht auf dem steilen Zielhang der Planai statt, wo Hirscher erst kürzlich erstmals das legendäre Nightrace für sich entschieden hatte. Gefahren wird auf dem Damenhang mit dem flachen Schlussteil.

"Das ist schade, aber wir werden mit der Situation leben", sagte ÖSV-Herrenchef Mathias Berthold. Bei der WM 2013 werden die Medaillen aber wieder auf der klassischen Herrenstrecke vergeben. Österreich muss auf Ex-Weltmeister Manfred Pranger verzichten. Der Tiroler fällt nach einem Trainingssturz sechs bis acht Wochen aus.

"Slalom-Feuerwerk zünden"

Nachdem am späten Samstagnachmittag endlich offiziell war, dass Weltcup-Rivale Beat Feuz im Slalom nicht antritt, kann Hirscher am Sonntag nochmals ein Slalom-Feuerwerk entzünden. "Beat hätte ruhig fahren können, das hätte uns nicht nervös gemacht", gab sich ÖSV-Slalomchef Michael Pircher gelassen. "Jetzt hat Marcel keinen Druck mehr und kann befreit drauflos fahren."

Besser als 2010/2011

Schon am Samstagabend hatten die ÖSV-Herren damit drei Kristallkugeln sicher. Egal ob Hirscher damit am Sonntag auch noch die vierte einfährt, ist die Saison-Bilanz für Berthold und Co. überragend viel besser als jene des vergangenen Winters. Dieser hatte nämlich kugellos geendet.

Vor dem letzten Renntag der Saison 2011/12 waren dank Klaus Kröll (Abfahrt) und Marcel Hirscher (Gesamt, Riesentorlauf) drei der sechs Kugeln im Besitz der ÖSV-Herren. Die Superkombi hatte Kostelic vor dem Finale schon fix gehabt, die Super-G-Wertung sicherte sich beim Finale der Norweger Aksel Lund Svindal.

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