Die Austria kam im letzten Spiel gegen den LASK mit 1:4 unter die Räder, war früh dezimiert, Erzrivale Rapid verlor das Schlagerspiel gegen Tabellenführer Sturm Graz mit 0:2 – sowohl die Veilchen, als auch die Hütteldorfer, gehen mit Niederlagen ins Wiener Derby am Sonntag (17 Uhr), das Duell des Dritten aus dem Westen Wiens gegen die aktuell fünftplatzierten Favoritner. Beide Teams trennt nur ein Punkt. Umso brisanter ist das Gipfeltreffen.
Gerade die Austria mit dem nun bis 2028 verlängerten Trainer Stephan Helm ist auf Wiedergutmachung aus. Und will die beeindruckende Derbyserie fortsetzen, schließlich gingen die beiden bisherigen Saisonduelle an Violett (3:1, 2:0). Drei Derbysiege in den ersten drei Saisonduellen gab es letztmals im Austria-Meisterjahr 2013.
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"Derbys sind immer unabhängig von der Tabelle zu betrachten. Diese Atmosphäre gibt es in Österreich sonst nirgends. Es sind spezielle Spiele", fieberte Helm dem Aufeinandertreffen in der Generali Arena entgegen. Das Spiel ist beinahe ausverkauft, es gibt nur noch Restkarten. Grün-weiße Auswärtsfans sind für drei Jahre nicht zugelassen. Die Austria hat also einen echten Heimvorteil.
Auch wenn sich der violette Trainer vor dem Erzrivalen gewarnt zeigt. "Rapid hat Fortschritte gemacht, ist ein gut organisierter Gegner und ist unter dem neuen Trainer in den letzten Wochen deutlich stabiler geworden. Man erkennt, was sie spielen wollen und wir wissen, wie sie es anlegen."
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Die Veilchen wollen sich aber ohnehin auf sich selbst konzentrieren. "Wir haben so viele Spieler in unseren Reihen, die viele Derbys bestritten haben. Es wird darum gehen, wie smart wir sind, wir werden die nötige Schärfe brauchen", so der Austria-Coach.
Smart wohl auch deshalb, weil zuletzt bei den klaren Pleiten gegen den LASK (1:4) und Sturm Graz (2:5) Tin Plavotic vom Platz flog, die dezimierte Austria wankte. "Wir sind mit breiter Brust nach Linz gefahren, steigen aus dem Bus mit der Erwartungshaltung, dort etwas mitzunehmen. Der Spielverlauf war dann extrem schmerzhaft. Wir konnten uns nach den Roten Karten nicht mehr sammeln. Aber wir haben uns im Team ausgetauscht, wie wir es in Zukunft besser machen können", so Helm.