Zum bereits 349. Mal treffen die Wiener Austria und Rapid aufeinander, in der Generali Arena in Favoriten steigt am Sonntag das Duell Violett gegen Grün-Weiß, das Aufeinandertreffen zwischen den fünftplatzierten Veilchen und den auf Rang drei liegenden Hütteldorfern – nur ein Punkt trennt die beiden Vereine in der so engen Liga. Und beide Klubs haben etwas gutzumachen. Die dezimierte Austria kam gegen den LASK mit 1:4 unter die Räder, Rapid verlor den Schlager gegen Tabellenführer Sturm Graz mit 0:2. Damit riss auch die grün-weiße Siegesserie nach drei vollen Erfolgen am Stück.
Im Saisonverlauf sind beide Wiener Derbys verloren gegangen, die Austria siegte mit 3:1 und 2:0. Zuletzt gewann die Austria die ersten drei Derbys einer Spielzeit im letzten Meisterjahr. Das will Rapid freilich verhindern, selbst wieder in die Spur finden.
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Dafür kam von Trainer Johannes Hoff Thorup eine klare Ansage, der Däne gab die Marschrichtung vor. "Es geht um zwei Dinge, wenn man ein Derby spielt. Erstens muss jeder verstehen, was es für jeden bedeutet. Da muss jeder bereit sein für alles, was im Spiel passiert. Aber das Wichtigste ist: Wir müssen es genauso machen, wie bei jedem anderen Spiel. Wir bereiten uns so detailliert vor, wie auf jedes andere Spiel", erklärte der seit Jänner amtierende Rapid-Trainer, der sein zweites Duell mit der Austria bestreitet, im Februar mit 0:2 verlor.
"Ich glaube fest daran, dass, wenn wir mit unseren Stärken spielen, erfolgreich sein können am Sonntag. Das war die Message an das Team in dieser Woche", ergänzte Hoff Thorup, gab sich durchaus selbstbewusst. "Ich sehe die Jungs jeden Tag, sehe ihre Qualität. Aber alles ist so eng, wir müssen einfach weitermachen, positiv bleiben", so der Däne. "Ich habe in der Liga kein Team gesehen, das wir nicht schlagen können", so der Coach weiter.
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Klar ist, dass die Weichen gestellt werden. Der Sieger im Duell hat noch einmal die Chance, ganz oben mitzumischen, für den Verlierer scheint das Titelrennen gelaufen zu sein.
"Die letzten Spiele haben schon gezeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Jetzt liegt es an uns, Konstanz reinzubringen", meinte Linksverteidiger Janis Horn, der freilich auch um die Bedeutung des Duells weiß: "Es ist extrem wichtig für den Verein, für die Fans, das kriegen wir auch mit. Da freut man sich ein bisschen mehr, es kribbelt schon einen Tag vorher. Aber wir sind gut vorbereitet, haben einen klaren Matchplan", so der Deutsche, der ergänzte: "Wir wissen, wo die Austria anfällig ist. Und das Wichtigste ist es, den Kampf anzunehmen."