Doppelpack in Schladming! Das schaffte zuvor nur der große Alberto Tomba (It). Den Tag nach seinem Märchen auf der Planai verbrachte Reinfried Herbst mit Sohn Felix (2) und Freundin Manu zu Hause in Wals. Legospielen stand auf dem Programm.
Manche wollten mir schon einen psychischen Knacks andichten. Aber das lass ich nicht aufkommen, grinst Reini. Den Tag nach seiner Slalom-Gala vor 1,567 (!) Millionen TV-Zuschauern verbrachte er so wie die Stunden nach der Kitz-Pleite - mit seiner Familie. Es gibt für mich wichtigere Dinge im Leben als Skifahren. Ich wollte Abstand kriegen, weg von diesem Zirkus. Darum habe ich mit dem Buam Lego gespielt und war spazieren. Das ist meine perfekte Ablenkung.
Dass der vom ÖSV bereits abgeschriebene Neo-Modedesigner plötzlich auf einer Stufe mit dem großen Alberto Tomba steht, ist ihm nicht so wichtig. Es freut mich schon. Aber das sind doch nur Statistiken.
Auch an Olympia (Natürlich will ich Gold) denkt Reini noch nicht oft. Ganz ehrlich. Ich gehe das entspannt und ruhig an. Wenn ich die Wochen davor in Sun Peaks trainiere, beschäftige ich mich damit. Sein nächstes Ziel: die kleine Kristallkugel. Wir haben noch zwei Rennen. Es wird ein ganz harter Kampf mit Lizeroux.
Schon am Sonntag geht es für die Slalomfahrer in Kranjska Gora (Slo) weiter, wo Benni Raich Freitag und Samstag in zwei Riesentorläufen die Mega-Chance hat, seine Führung im Gesamtweltcup (74 Punkte auf Carlo Janka, Sz) auszubauen. Kurios: Der Pitztaler landete in seinem einstigen Super-Monat Jänner bei allen vier Slaloms auf Platz vier. Damit kann ich nicht zufrieden sein. Ich kann sicherlich mehr.
Martin Huber