Grün-weiße Alarmglocken! In fünf Runden holte Rekordmeister Rapid nur fünf Punkte, der Rückstand auf Tabellenführer Salzburg beträgt zehn Zähler. Beim 0:1 gegen Altach setzte es wieder Pfiffe der Fans. Auch gegen Boss Michael Krammer. Der Bonus durch Stadionneubau und Neustrukturierung des Klubs scheint aufgebraucht. Im "Heute"-Interview stellt sich der 54-Jährige der Kritik.
Grün-weiße Alarmglocken! In fünf Runden holte Rekordmeister Rapid nur fünf Punkte, der Rückstand auf Tabellenführer Salzburg beträgt zehn Zähler. Beim 0:1 gegen Altach setzte es wieder Pfiffe der Fans. Auch gegen Boss Michael Krammer. Der Bonus durch Stadionneubau und Neustrukturierung des Klubs scheint aufgebraucht. Im "Heute"-Interview stellt sich der 54-Jährige der Kritik.
"Heute": Herr Krammer, wie beunruhigend ist die aktuelle sportliche Situation bei Rapid?
Michael Krammer: "Fünf Punkte aus ebenso vielen Spielen sind zu wenig und der Rückstand auf Salzburg und vor allem Wolfsberg zu viel. Die Pfiffe nach dem 0:1 gegen Altach waren berechtigt. In den drei Spielen davor war allerdings das Auftreten absolut in Ordnung – nur haben wir dabei unsere Chancen zu wenig genutzt."
"Heute": Vielleicht nicht ganz so überraschend. Mit Boyd, Sabitzer, Burgstaller und Trimmel gab Rapid Spieler ab, die in der Vorsaison mehr als die Hälfte aller Tore schossen. Wurde der Erfolg verkauft?
Michael Krammer: "Diese Abgänge waren nicht zu verhindern, aus unterschiedlichen Gründen nicht. Bis auf Trimmel standen allerdings letztes Jahr alle ähnlich in der Kritik, wie nun Spieler des aktuellen Kaders. Wir wussten damals aber schon, dass sie wertvoll sind. Genau wie jene, die jetzt an ihrer Stelle sind. Ich bin sicher, es wird sich im Laufe der Saison zeigen, dass wir mit den Neuzugängen gleichwertigen Ersatz verpflichtet haben."
"Heute": Wenn am Ende die Saisonziele verfehlt werden – eines war, den Rückstand auf Salzburg zu verringern -, wer trägt dann die Verantwortung dafür: Spieler? Trainer? Sportdirektor? Oder der Präsident?
Michael Krammer: "Man muss sich Ziele setzen, um sie erreichen zu können. Werden sie verfehlt, muss man analysieren, woran es lag. Im Prinzip stehen wir alle in der Pflicht, wir gewinnen und verlieren gemeinsam."
"Heute": Jetzt wartet erst Helsinki, dann im Derby die Austria – gelingt dabei die Trendwende?
Michael Krammer: "Davon bin ich absolut überzeugt, Trainerteam und Mannschaft arbeiten hart dafür."