In keinem anderen Land der Welt hat der Sieg in der Olympia-Abfahrt einen so hohen Stellenwert. Die bisherigen österreichischen Olympia-Sieger in dieser Disziplin - Toni Sailer, Egon Zimmermann, Franz Klammer, Leonhard Stock, Patrick Ortlieb und Fritz Strobl - sind auch heute noch Sportler, die hoch verehrt werden.
Österreicher in Außenseiterrolle
Doch für die einst stärkste Abfahrtsnation sind die Zeiten hart geworden. In dieser Saison gab es für die Österreicher bisher keinen einzigen Weltcupsieg. Deshalb ist das ÖSV-Quartett (Walchhofer, Scheiber, Grugger, Kröll) bei der heutigen Abfahrt (Start um 19:30 Uhr MEZ) in der Außenseiterrolle. Der Top-Favorit kommt aus der Schweiz und heißt Didier Cuche. Aber auch die Kanadier rund um Manuel Osbourne-Paradis, Robbie Dixon und Erik Guay sind auf ihrer Hausstrecke Gold-Kandidaten.
Spiele von 1992 als Vorbild
Die Voraussetzungen für die Österreicher sind aber keineswegs die schlechtesten. Michael Walchhofer war in den Trainings immer vorne dabei. Und die Sportgeschichte sollte den Österreichern zusätzlich Selbstvertrauen geben. In der Saison 1991/92 gelang den ÖSV-Athleten ebenfalls kein Weltcupsieg bis zu den Winterspielen in Albertville. Dort holte dann Patrick Ortlieb Olympia-Gold.