Das Kult-Getränk kennt jeder Österreicher (vor allem aus Kindheitstagen). Doch der beliebten Limonade "Dreh und Trink" droht das – zumindest vorübergehende – Aus. Und verantwortlich dafür ist der Krieg im Iran. Wie kommt’s?
Der Name ist bei "Dreh und Trink" bekanntlich Programm. Mit den Fingern wird der Kopf der weichen Plastikflaschen abgedreht, Kinder können die Verpackung so spielend einfach öffnen. Möglich macht das das Material: 100 Prozent recycelbares LDPE (Low Density Polyethylen).
Durch die Schließung der Straße von Hormus, einer der wichtigsten globalen Handelsrouten, ist die Versorgung mit dem zentralen Verpackungsrohstoff für die Produktion aber massiv beeinträchtigt. "Die Lage ist ernst. Wenn sich die Situation nicht rasch entspannt, könnten im Sommer tatsächlich Produkte im Regal fehlen", sagt Mag. Kurt Hofer, Geschäftsführer der Klosterquell Hofer GmbH.
Die Preise für Polyethylen, das für die Produktion der charakteristischen Beutel benötigt wird, haben sich innerhalb kürzester Zeit verdoppelt. "Aufgrund des sprunghaften Anstiegs der Rohstoffpreise erleben wir aktuell eine unvorhersehbare Mehrbelastung, die uns stärker trifft als die Corona-Pandemie", so Kurt Hofer.
Kurzfristig kann die Produktion noch stabil gehalten werden. Doch die kommenden Monate gelten als kritisch. "Aktuell können wir liefern. Aber wenn die Rohstoffversorgung weiterhin unterbrochen bleibt, müssen wir uns auf Einschränkungen einstellen. Das ist ein realistisches Szenario", erklärt Hofer.
Die Klosterquell Hofer GmbH fordert deswegen rasche Maßnahmen zur Stabilisierung der globalen Lieferketten sowie politische Initiativen zur Entspannung der Lage im Nahen Osten.