Dramatische Szenen am Donnerstagabend im ORF-Zentrum am Wiener Küniglberg – ein medizinischer Notfall überschattete die Vorberichterstattung zum letzten WM-Gruppenspiel zwischen Deutschland und Ecuador. Ein Kameramann brach plötzlich im Studio zusammen. Die erschreckende Diagnose: Herzinfarkt.
Der etwa 55-Jährige befand sich laut "Krone" im zum TV-Studio umfunktionierten Newsroom, in dem unter anderem Fußball-Legende Herbert Prohaska und Ex-Teamspieler Andreas Ivanschitz im Einsatz waren.
Nachdem der Mitarbeiter das Bewusstsein verlor, eilten sofort Ersthelfer zu Hilfe und begannen mit der Reanimation – mit Erfolg. Anschließend wurde der Mann per Notarzthubschrauber ins AKH Wien geflogen. Dort liegt er laut dem Bericht in stabilem Zustand auf der Intensivstation.
Der Großeinsatz sorgte für ein Blaulicht-Aufgebot am Küniglberg. Neben Rettung waren auch Feuerwehr und Polizei vor Ort. Die geplante Fußballsendung konnte schließlich mit rund einer Stunde Verspätung doch noch aufgezeichnet werden.
Nach dem ersten Aufatmen gibt es nun allerdings auch Kritik aus den Reihen der ORF-Mitarbeiter. Demnach soll sich der Defibrillator nicht mehr an seinem vorgesehenen Platz befunden haben. Zudem sei der für den Transport des Patienten vorgesehene Lastenaufzug blockiert gewesen, ein passender Schlüssel habe zunächst nicht gefunden werden können.