‼️ Jetzt zählt's für Österreich! In der Nacht auf Sonntag (4 Uhr) kämpft das ÖFB-Team im letzten Gruppenspiel der WM gegen Algerien um den Einzug in die K.-o.-Phase. Hier versorgen wir euch in den Stunden vor dem großen Showdown mit allen wichtigen Infos rund ums Nationalteam. Wie ist die Stimmung im ÖFB-Camp? Was passiert in Kansas City? Welche Aufstiegsszenarien gibt es? Hier versäumt ihr nichts!
▶️ Österreich gegen Algerien – Ankick: 4 Uhr. Hier geht's zum Ticker.
Kansas City ächzt aktuell unter einer Hitzewelle. Der U.S. National Weather Service warnt vor einem Hitzeindex von bis zu 43 Grad Celsius, auch in der Nacht wird kaum Abkühlung erwartet. ORF-Experte Andreas Herzog schilderte die Bedingungen vor Ort treffend: "Es ist richtig heiß. Die Fans, die schon drei Stunden vor dem Spiel da waren, werden das sicher bereuen."
Das ÖFB-Team ist da! Rund 80 Minuten vor Anpfiff ist die österreichische Nationalmannschaft im Kansas-City-Stadion angekommen. Konrad Laimer und Marko Arnautović wurden bereits entspannt in den Gängen gesichtet. Nun beginnt die unmittelbare Vorbereitung auf das entscheidende WM-Gruppenspiel gegen Algerien.
Gespielt wird im Kansas-City-Stadion, dem Arrowhead Stadium, das offiziell GEHA Field at Arrowhead Stadium heißt und die Heimat der Football-Mannschaft Kansas City Chiefs ist. Die 1972 eröffnete Arena gilt als eines der lautesten NFL-Stadien und wurde früher auch vom MLS-Klub Kansas City Wizards genutzt.
Bei der WM nennt die FIFA das Stadion wegen der Sponsorenrechte schlicht nach dem Austragungsort. Neben Österreich gegen Algerien finden dort mehrere weitere Gruppenspiele sowie später auch ein Sechzehntelfinale und ein Viertelfinale statt.
Sollte Hans Krankl mit seiner Einschätzung recht behalten und Österreich Gruppenzweiter werden, wartet im Sechzehntelfinale am Donnerstag um 21 Uhr Europameister Spanien. Dort blickt man dem möglichen Duell gelassen entgegen.
Die örtliche Zeitung La Razón bezeichnet das ÖFB-Team als „unkomplizierten Gegner”. Der Sieger dieser Partie würde anschließend entweder auf Portugal, Kolumbien oder den Zweiten der Gruppe L treffen.
Auch Hans Krankl will von möglichen Rechenspielen vor dem Duell mit Algerien nichts wissen. Der frühere ÖFB-Torjäger fordert einen Sieg und sieht Österreich trotz des nötigen Respekts vor dem Gegner klar im Vorteil. "Gegen Algerien muss gewonnen werden. Punkt, Ende, aus", sagt der 73-Jährige und ist überzeugt, dass das Nationalteam den zweiten Gruppenplatz holen wird.
Als Teilnehmer der "Schande von Gijon" 1982 erinnert sich Krankl zwar an das umstrittene 0:1 gegen Deutschland, betont aber, dass Österreich diesmal den Aufstieg mit einer starken Leistung aus eigener Kraft schaffen soll.
Während in Österreich die Nacht bereits eingekehrt ist, hat inzwischen auch das Fanfest der FIFA in Kansas um 17:30 Uhr Ortszeit begonnen. Dort sind auch zahlreiche österreichische Fans anwesend.
"I am from Austria" dröhnt aus den Boxen – zur großen Freude der zahlreichen Anhänger von Rot-Weiß-Rot, die den Fendrich-Klassiker aus tiefster Überzeugung mitsingen.
Algerien gibt sich vor dem Endspiel gegen Österreich selbstbewusst – und will nichts von möglichen Rechenspielchen im Vorfeld der Partie wissen. "Wir spielen nicht, um nicht zu verlieren. Wir spielen, um zu gewinnen. Wir haben es in der eigenen Hand. Wir sind gut drauf", erklärte deshalb auch Algeriens Teamchef Vladimir Petkovic.
Der Respekt vor Österreich ist derweil groß. "Sie haben alle ein bisschen Red Bull im Blut. Sie kennen sich alle sehr gut, viele von Red Bull Salzburg. Aber wir müssen unser Spiel machen, die kleinen Schwächen von Österreich nutzen", so der Schweizer. Welche Schwächen das sind? Das ließ der 62-Jährige freilich offen.
Der Iran ist aktuell an sechster Stelle der acht besten Gruppendritten – befindet sich mit drei Punkten und einem ausgeglichenen Torverhältnis aber auf dem Schleudersitz und ist auf Schützenhilfe angewiesen, um in die K.o.-Phase zu kommen.
Zum Spielverderber könnte ausgerechnet Österreich werden – wenn das ÖFB-Team und Algerien sich mit einem Unentschieden trennen. Deshalb hinterließ der Iran dem Team von Ralf Rangnick eine klare Botschaft.
"Fairplay ist nicht nur ein Grundsatz in den Fußballregeln, es ist die Seele des Spiels", hieß es in einer handgeschriebenen Nachricht. Der Hintergrund: Sowohl Österreich als auch Algerien würde ein Unentschieden zum Weiterkommen reichen. Der Iran befürchtet deshalb wohl eine ausgemachte Partie.
Ralf Rangnick will vor dem Gruppenfinale gegen Algerien nichts von Rechenspielen wissen. Zwar reicht Österreich ein Unentschieden zum sicheren Aufstieg, der Teamchef betont aber, dass seine Mannschaft nicht mit dem Ziel eines Remis in die Partie gehen werde.
Gleichzeitig räumt er ein, dass sich die Herangehensweise in den Schlussminuten je nach Spielstand verändern könnte. "Wie sich das dann darstellt, wenn nur noch fünf oder zehn Minuten zu spielen sind, weiß keiner", sagt Rangnick. Im Nachsatz stellte er dennoch klar: "Wir werden die Mannschaft sicher nicht ins Rennen schicken, um zu sagen: Wir spielen heute Unentschieden."
Österreich geht mit klarer Ausgangslage ins letzte Gruppenspiel gegen Algerien: Ein Remis reicht beiden Teams fix zum Aufstieg. Der aktuelle zweite Gruppenplatz würde für Rot-Weiß-Rot allerdings ein Duell mit Europameister Spanien bedeuten, weshalb zuletzt über mögliche Rechenspiele spekuliert wurde.
Doch der Blick auf die Wertung der besten Gruppendritten zeigt: Verlieren ist für Österreich hochriskant. Bei einer Niederlage mit zwei Toren Unterschied wäre das ÖFB-Team wohl sicher draußen, selbst eine knappe Pleite würde nur bei passender Schützenhilfe reichen. Somit gilt: Der Sieger ist weiter, der Verlierer scheidet im schlechtesten Fall direkt aus.
Zeit, dass sich was dreht! Für Österreich geht es gegen Algerien um alles oder nichts. Bis Mitternacht darf ich, Mathias Richter, euch durch den Abend führen und erste Stimmungsbilder aus den USA liefern. Danach übernimmt mein geschätzter Kollege Georg Steinschnack und fängt die letzten Momente der Fans und natürlich unserer Mannschaft ein.