Herzog über Rapid-Krise: "Es fehlen die Typen"

Die Rapid-Krise blieb freilich auch Israel-Teamchef Andreas Herzog nicht verborgen. Die grün-weiße Legende ist über seinen Herzensklub besorgt.
Seit dem 1. August ist Andreas Herzog als Teamchef von Israel eingespannt. Er war somit kein Thema, als bei Rapid nach dem Aus von Goran Djuricin ein Trainer gesucht wurde. Die Wahl fiel bekanntlich auf Didi Kühbauer.

Die Geschehnisse in Hütteldorf verfolgt der 50-Jährige dennoch so intensiv wie möglich. Und das, was er zuletzt vom Tabellen-Neunten sah, bereitet ihm Kopfschmerzen.

"In einer Zehnerliga wäre man Vorletzter. Es gilt, schön langsam zu punkten", sagte Herzog im Vorfeld der Partie gegen die Admira. "Sonst braucht man sich nicht wundern, wenn Rapid nicht ins Meister-Play-off kommt", meinte er auf "Sky".

CommentCreated with Sketch.0 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. "Wenn du Qualität in der Mannschaft hast, kannst du als Trainer ganz andere Hebel ansetzen. So musst du immer schauen, wo du Löcher stopfen kannst, wie du nicht vorhandene Qualität auffangen kannst. Das macht die Situation für Didi sicher reizvoll, aber auch schwierig."

Vor der Admira-Partie setzte es für Rapid zwei deftige Pleiten gegen Hartberg (0:3) und Villarreal (0:5). Doch nicht nur die Ergebnisse, sondern die desaströsen Leistungen sorgten für Verwunderung.

"… dann musst du im Winter wen wegschicken"



"Das tut extrem weh und kann dem Ruf eines jeden Spielers und des Vereins extrem schaden", sagt Herzog. "Wenn sich die Spieler dessen nicht bewusst sind, musst du im Winter den einen oder anderen wegschicken und zwei, drei Neue holen. So ist es einfach im Profi-Sport."

Verwundert zeigt sich der ÖFB-Rekordkicker über die jüngsten Aussagen von Kapitän Stefan Schwab ("Wir waren müde im Kopf, zeigten keine Begeisterung für Fußball"). "Als Spieler musst du dir dann schon überlegen: Was mache ich hier eigentlich bei Rapid?"

Generell sei die Kaderzusammenstellung eher suboptimal. "Wenn es negativ läuft, brauchst du in der Mannschaft mehr Typen am Spielfeld. Die nicht vor oder nach dem Spiel, sondern am Feld reagieren und ein Zeichen setzen." (red)

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